Corona-Lage in Spanien: Hohe Inzidenz bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen

  • In einigen Regionen in Spanien trifft das Coronavirus gegenwärtig insbesondere die Jüngeren.
  • Vor allem in Katalonien ist die Inzidenz in dieser Altersgruppe besonders hoch.
  • Zur Eindämmung haben die örtlichen Behörden Restriktionen beschlossen – wie etwa eine Ausgangssperre.
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In Spanien breitet sich die Delta-Variante zunehmend unter Jüngeren aus. Eine 14-Tage-Inzidenz mit 436 Coronavirus-Fällen auf 100.000 Einwohner vermeldet die spanische Zeitung „El País“ für das ganze Land (Stand: 13. Juli). Laut Medienbericht stecken sich momentan vor allem die unter 30-Jährigen an, wie auch die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf die spanischen Gesundheitsbehörden berichtet. In in dieser Altersgruppe liege die Inzidenz bei über 1000. Besonders dramatisch sei die Lage in Katalonien. Dort liege die Inzidenz unter Jugendlichen bis zu einem Alter von 19 Jahren bei 2400 und die der 20- bis 29-Jährigen bei etwa 3000.

Die Corona-Krise im Urlaubsland Spanien hat sich weiter zugespitzt. Das Gesundheitsministerium in Madrid meldete allein am Dienstag (13. Juli) 13.393 Infektionen binnen 24 Stunden. Damit kletterte die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz innerhalb eines einzigen Tages von 226 auf 258. Gesundheitsministerin Carolina Darias äußerte sich unter Hinweis auf die Impffortschritte optimistisch und beteuerte, das Land werde die Infektionszahlen bald wieder senken können. Zur Eindämmung der Ausbreitung beschließen die spanischen Regionen unterdessen weitere Restriktionen.

Ausgangssperre in Valencia

Valencia mit der gut 500 Kilometer langen Küste hat mit Billigung der Justiz als erste der 17 Regionen Spaniens wieder eine nächtliche Ausgangssperre eingeführt. Die Bewohner von 32 Gemeinden mit besonders schlechter Lage dürfen seit Dienstag zwischen 1 und 6 Uhr nur mit triftigem Grund aus dem Haus. Betroffen sind unter anderem die Metropole Valencia sowie bekannte Badeorte wie Benicàssim oder Gandia. Auf den auch bei deutschen Urlaubern beliebten Kanaren will die Justiz am Mittwoch über einen Antrag der Behörden auf Einführung einer nächtlichen Ausgehsperre entscheiden.

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Nicht überall ist die Lage so zugespitzt wie in Katalonien. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg in der beliebten Urlaubsregion an der Grenze zu Frankreich am Dienstag auf knapp 579. Zur Eindämmung der rasant steigenden Infektionszahlen schränkt der Corona-Hotspot das Nachtleben immer weiter ein. Die Regierung in Barcelona beschloss am Montag, dass Restaurants, Bars, Kultur- und Sportlokale sowie alle anderen Betriebe spätestens um 23.30 Uhr schließen müssen.

RND/dpa/saf

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