Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Kinder und Jugendärzte fordern Ende von Massentests und Quarantäne in Schulen

Alle Schülerinnen und Schüler, die dieses Jahr ihre Abschlussprüfungen schreiben, bekommen trotz Lockdown jetzt Präsenzunterricht unter Beachtung der Hygieneregeln und Einhaltung des Abstandsgebots. Die Max-Planck-Schule hat die Kurse in der 12. Klasse teilweise auf zwei Klassenräume aufgeteilt.

Wie soll es an den Schulen weitergehen? Kinder- und Jugendärzte fordern ein Ende von Covid-Massentests und Quarantänemaßnahmen.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) fordert gemeinsam mit weiteren Fachgesellschaften ein Umdenken in der Corona-Politik. Die Dynamik der Omikron-Welle erfordere einen „Strategiewechsel hin zu einem sehr viel gezielteren Schutz der Risikogruppen“, heißt es in einer Stellungnahme des BVKJ, die von der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) und der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie (DGPK) mitgetragen wird.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Es gehe „nicht mehr um eine nunmehr vollkommen illusorische Verhinderung jeder Infektion, sondern um den gezielten Schutz vor schwerer Erkrankung“ so die Verbände. Umfassende Kontaktnachverfolgung und Quarantäneanordnungen seien „angesichts der Dynamik der Welle nicht mehr möglich und würden zudem die Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur gefährden.“ Die begrenzten PCR-Testkapazitäten müssten in erster Linie für Risikobereiche wie etwa Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen zur Verfügung stehen. Dadurch bedingt sei auch die „Beendigung anlassloser Massentests, insbesondere in Schulen und Kitas“ erforderlich, da sie „keinen erkennbaren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie“ leisten würden.

Weiter heißt es in der Stellungnahme: „Der in vielen Bundesländern bereits angekündigte Verzicht auf Quarantäne in Schulen und Kitas ist ebenso richtig, denn Kinder und Jugendliche sind durch eine Infektion kaum gefährdet, wohl aber durch unnötige Unterbrechung ihres Schulalltags mit Sport und Freizeitaktivitäten.“ Die hohen Infektionszahlen in dieser Altersgruppe sind aus Sicht der Fachverbände kein Anlass zur Sorge, da das Auftreten von schweren Erkrankungsfällen in dieser Altersgruppe weiterhin gering sei: Gemeinschaftseinrichtungen für Kinder seien „durch die etablierten Hygienemaßnahmen ausreichend geschützt, wenn Erkrankte in Eigenverantwortung zu Hause bleiben, wie es auch vor der Pandemie üblich war“. Das gelte nun umso mehr, da Eltern, die Angst vor einer Infektion ihrer Kinder hätten, die Impfung ihrer Kinder ab dem 5. Lebensjahr nach Stiko-Vorgaben offenstehe.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

RND/ih

Mehr aus Gesundheit

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken