41.335 Neuinfektionen und 1188 Todesfälle an einem Tag: Corona-Welle hat Russland im Griff

  • Erneut verzeichnet Russland einen neuen Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen.
  • Binnen eines Tages meldet die Corona-Task-Force der russischen Regierung 41.335 Infektionen und 1188 Todesfälle.
  • Grund dafür dürfte auch die geringe Impfquote in der Bevölkerung sein.
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Moskau. Die Corona-Neuinfektionen in Russland haben einen neuen Höchststand erreicht. Das Land kämpft seit mehr als einem Monat mit einer schweren Corona-Welle.

Geringe Impfrate in der Bevölkerung

Die Corona-Task-Force der russischen Regierung berichtete am Samstag von 41.335 neuen Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb von 24 Stunden - mehr als beim bisherigen Höchststand vom 31. Oktober, als die Behörden 40.993 Neuinfektionen ermittelt hatten. Die Zahl der neuen Corona-Todesfälle lag mit 1188 nur sieben Fälle unterhalb dem bisherigen Höchststand vom Donnerstag.

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Als maßgeblicher Faktor für die derzeit rasche Ausbreitung des Virus gilt die geringe Impfrate in der Bevölkerung. Nach Angaben der russischen Corona-Task-Force sind mit etwa 57,2 Millionen Einwohnern weniger als 40 Prozent der Bevölkerung von 146 Millionen Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Fallzahlen könnten noch höher sein

Russland hat in der Pandemie mehr als 8,75 Millionen Corona-Fälle bestätigt und 245.635 Todesfälle gezählt. Die Corona-Task-Force zählt in dem Zusammenhang nur solche Todesfälle, die direkt auf das Virus zurückgeführt werden.

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Daten der Statistikbehörde des Landes, die auch Todesfälle zählt, in denen die Virusinfektion lediglich zum Tode beitrug oder als Todesursache unbestätigt vermutet wurde, legen noch höhere Fallzahlen nahe. Im jüngsten Bericht war von etwa 462.000 Todesfällen im Zusammenhang mit dem Virus bis Ende September die Rede.

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Ältere Menschen sollen zuhause bleiben

Derzeit läuft landesweit eine arbeitsfreie Zeit, die von der Regierung gegen das Coronavirus eingeführt wurde. Mehrere Regionen haben die Phase bis Ende nächster Woche verlängert, darunter Nowgorod im Nordwesten, Tomsk in Sibirien, Tscheljabinsk im Uralgebirge und Kursk und Brjansk südwestlich von Moskau. Der Bürgermeister von Moskau hat mitgeteilt, dass die Lage vor Ort stabil genug sei, damit die Leute am Montag wieder zur Arbeit gehen könnten. Auch auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim soll ab nächster Woche wieder gearbeitet werden.

Moskau lässt einige Einschränkungen bestehen, darunter eine Anordnung für ältere Menschen, zuhause zu bleiben. Unternehmen müssen zudem dafür sorgen, dass 30 Prozent ihrer Angestellten von zu Hause aus arbeiten.

RND/AP

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