Startet die fünfte Corona-Welle in Israel? Zahlen steigen „zu früh und zu schnell“

  • Die vierte Corona-Welle gilt in Israel als überwunden.
  • Doch der Corona-Beauftrage des Landes, Salmans Sarka, befürchtet nun, dass die fünfte Welle bald folgt.
  • Dabei hat das Land als weltweit erstes die Booster-Kampagne gestartet.
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Tel Aviv. Israel steht nach Einschätzung des nationalen Corona-Beauftragten Salmans Sarka am Beginn einer neuen Infektionswelle. Aus Sicht des Experten komme der jüngste Anstieg der Zahl von Neu-Infektionen „zu früh und zu schnell“, berichtete der Rundfunk am Donnerstag. Im September hatte Israel sich mit mehr als 11.000 neuen Fällen pro Tag auf dem bisherigen Höhepunkt der Pandemie befunden. Mithilfe von Booster-Impfungen gelang es, die Infektionszahlen wieder auf durchschnittlich 400 am Tag zu drücken. Die vierte Corona-Welle galt als überwunden.

Zuletzt verzeichnete das Gesundheitsministerium aber wieder einen leichten Anstieg der Fallzahlen und des R-Werts, der das Infektionsgeschehen widerspiegelt. Expertinnen und Experten erklären dies dem Bericht zufolge unter anderem mit der sinkenden Immunität von mehr als einer Million Israelis, die ihre zweite Impfdosis vor mehr als sechs Monaten erhielten.

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Deutschland überschreitet Schwelle von 100.000 Corona-Toten
0:47 min
Laut Robert Koch-Institut starben binnen 24 Stunden weitere 351 Menschen nach einer Corona-Infektion.  © AFP
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Kinder impfen in Israel

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Als erstes Land weltweit hatte Israel Ende Juli eine Booster-Kampagne mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer gestartet. Nach fünf Monaten nach der zweiten Impfung können Israelis eine Booster-Impfung bekommen.

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Diese Woche begann zudem die Impfung von Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren. Von 9,4 Millionen israelischen Bürgern sind rund 43 Prozent inzwischen dreifach geimpft. Fast zwei Drittel bekamen zumindest zwei Spritzen.

RND/dpa

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