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  • Corona in den USA: An Thanksgiving und Weihnachten drohen "Superspreader"-Events - Virologe Fauci warnt vor weiterer Ausbreitung

USA: Virologe Fauci warnt vor “Superspreader-Events” zu Thanksgiving

  • Mit dem Ausblick auf potenzielle Impfstoffe oder Antikörper-Mixe machen Regeneron, Pfizer und Co. vielen Menschen Hoffnung.
  • Das Problem ist aber: Die Nachfrage wird zuerst größer sein als die Produktion.
  • An den Feiertagen drohen “Superspreader”-Events.
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Washington. Mit Blick auf den in den USA zelebrierten Feiertag Thanksgiving hat der Virologe Anthony Fauci vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus gewarnt. „Leute an Flughäfen“ dürften den USA „noch mehr Ärger bescheren, als wir jetzt schon haben“, warnte Fauci am Sonntag im TV-Sender CBS. Die an Thanksgiving übertragenen Fälle werde man erst Wochen später in den Statistiken sehen, was die Kontrolle des Virus zusätzlich erschwere.

Viele Menschen wiegen sich möglicherweise schon in Sicherheit

Das Erntedankfest wird am 26. November gefeiert. Viele US-Bürger besuchen dafür üblicherweise Familie und Freunde, der Inlandsverkehr nimmt um den Feiertag herum stark zu. In den kommenden Monaten würden zwar vermutlich Impfstoffe bereitgestellt, sagte Fauci. Bis dahin müssten die Amerikaner aber noch ausharren und Vorkehrungen treffen, um das Virus einzudämmen. Dazu gehört etwa, Zusammenkünfte an den Feiertagen wenn möglich auf Menschen aus einem Haushalt zu begrenzen, Masken zu tragen, Abstand zu Sozialkontakten zu halten und die Hände zu waschen. Bilder vom vergangenen Wochenende zeigen volle Flughäfen, viele Leute scheinen trotzdem zu fliegen. Am Freitag und Samstag wurden mehr als zwei Millionen Menschen an US-Flughäfen überprüft, wie die Verkehrsbehörde TSA mitteilte. Es ist das erste Mal seit Mitte März, dass diese Zahl eine Million übersteigt.

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Möglicherweise rechnen viele mit einem baldigen Ende der Pandemie: Erste Impfungen gegen das Coronavirus könnten in den USA womöglich schon am 12. Dezember verteilt werden. Nach einer Genehmigung der US-Arzneimittelbehörde FDA könnte der Impfstoff des Pharmakonzerns Pfizer und seines deutschen Partners Biontech innerhalb von 24 Stunden an die US-Staaten ausgeliefert werden, sagte der Chef des Programms Operation Warp Speed, Moncef Slaoui, dem TV-Sender CNN. Sein Programm ist für Coronavirus-Impfungen in den Vereinigten Staaten zuständig.

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Impfstoffzulassung von Pfizer wurde beantragt - Studie dauert noch an

Pfizer beantragte am Freitag eine Notfallzulassung seines Impfstoffkandidaten durch die FDA. Deren Beratergremium soll am 10. Dezember über den Antrag entscheiden. Im Falle eines Ja, also der Genehmigung des Impfstoffs, könne es zwei Tage später mit Impfungen losgehen, so Slaoui. Pfizer und Biontech hatten zuletzt bekanntgegeben, das Impfmittel scheine beim Verhindern von mittleren bis schweren Krankheitsverläufen von Covid-19 eine Wirksamkeit von 95 Prozent zu haben. Die Studie zu dem Impfstoff dauert noch an.

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Am Samstag erteilte die FDA bereits einem experimentellen Antikörper-Gemisch von Regeneron eine Notfallzulassung, das US-Präsident Donald Trump bei seiner Corona-Infektion im Oktober verabreicht bekam. Die Kombination aus zwei Antikörpern soll dem Immunsystem beim Kampf gegen Covid-19 helfen. Eine Notfallzulassung bedeutet, dass das Mittel auf den Markt gelassen wird, während Studien zur Sicherheit und Wirksamkeit weiterlaufen.

Erste Erkenntnisse zum Regeneron-Mittel legen laut FDA nahe, dass es dabei helfen könnte, Krankenhausaufenthalte von Patienten zu verringern, die ein hohes Risiko haben, dass die Krankheit bei ihnen fortschreitet. Wie Regeneron mitteilte, könnten erste Dosen des Mittels an etwa 300.000 Patienten gehen. Eine solche erste Auslieferung dürfte allerdings deutlich unterhalb der Nachfrage liegen - allein in den USA hat die Zahl der bestätigten Infektionen mittlerweile die Zwölf-Millionen-Marke überschritten.

RND/AP

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