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Ultratiefkühlung ade: Warum Hausärzte nun doch Biontech gegen Corona impfen dürfen

Die verschiedenen Impfstoffe zum Schutz vor Covid-19 haben unterschiedliche Ansprüche bezüglich ihrer Lagerung.

In einigen Hausarztpraxen werden Patientinnen und Patienten nun gegen Covid-19 geimpft. Auch mit dem Wirkstoff von Biontech/Pfizer. Arztpraxen müssen „die korrekte Lagerung der Impfstoffe nach Vorgabe der Impfstoffhersteller sicherstellen“, teilt das Bundesgesundheitsministerium mit.

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Durchbruch für die Impfkampagne? Hausärzte starten bundesweit mit Impfungen

Viele hoffen, dass nun Tempo in die Sache kommt: Gut drei Monate nach Beginn der Corona-Impfungen in Deutschland kommen nun die Hausärzte ins Spiel.

Zu Beginn der Impfkampagne lautete ein Argument für eine Verabreichung der Vakzine in Impfzentren und gegen das Impfen in Hausarztpraxen: Insbesondere die mRNA-Impfstoffe benötigen eine Ultratiefkühlung. Man müsse sie bei minus 75 Grad Celsius lagern, hieß es noch Ende Januar seitens des Robert Koch-Instituts (RKI). Hausarztpraxen können das in der Regel nicht gewährleisten. Mittlerweile aber ist klar: Die Ultratiefkühlung braucht es nur, wenn die Impfstoffe über Monate haltbar bleiben sollen.

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Impfstoff von Biontech/Pfizer lagern

In den ersten beiden April-Wochen verimpfen Hausärztinnen und Hausärzte zunächst nur das Vakzin von Biontech/Pfizer, also ein mRNA-Impfstoff. Ultratiefgekühlt in speziellen Gefrierschränken ist er ungeöffnet sechs Monate haltbar, informiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und beruft sich dabei auf die Angaben des Herstellers.

Geliefert werde das Vakzin in Trockeneisboxen. In diesen Boxen kann man den Impfstoff laut Biontech bis zu zwei Wochen bei minus 25 bis minus 15 Grad Celsius lagern. „Der ungeöffnete Impfstoff lässt sich jedoch bedenkenlos auch für bis zu fünf Tage in handelsüblichen Kühlschränken bei 2 bis 8 Grad Celsius aufbewahren“, informiert die BZgA.

Astrazeneca und Johnson & Johnson

In etwa zwei Wochen soll in Hausarztpraxen auch der Astrazeneca-Impfstoff, nun unter dem Namen Vaxzevria vermarktet, verabreicht werden. Vorher brauche man dieses vektorbasierte Vakzin in den Impfzentren, um dort Menschen die zweite Spritze fristgereicht geben zu können, teilt das Bundesgesundheitsministerium mit. Laut der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) soll das Vakzin von Astrazeneca ungeöffnet bei 2 bis 8 Grad Celsius gelagert werden. Dann sei es sechs Monate haltbar.

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„Ab Ende April wird voraussichtlich auch der Impfstoff von Johnson & Johnson dazukommen“, prognostiziert das BGM. Dieser Vektor-Impfstoff ist laut BZgA ungeöffnet bis zu drei Monate haltbar, wenn er bei einer Temperatur zwischen 2 und 8 Grad Celsius gelagert wird.

Bei minus 25 bis minus 15 Grad Celcius ist das Vakzin laut EMA bis zu zwei Jahre haltbar. „Nach Entnahme aus der Kühlung kann der ungeöffnete Impfstoff bis zu 6 Stunden bei 8 bis 25 Grad Celsius aufbewahrt werden“, schreibt die BZgA.

Moderna-Vakzin nicht in Hausarztpraxen

Das mRNA-Vakzin von Moderna dagegen soll vorerst nicht in Hausarztpraxen verabreicht werden. „Die derzeitigen Erkenntnisse über die Transportanforderungen des Impfstoffs machen es nicht möglich, den Impfstoff des Herstellers Moderna über die etablierten Logistikstrukturen von pharmazeutischem Großhandel und Apotheken in die Arztpraxen zu liefern“, erklärt das Bundesgesundheitsministerium.

Haltbar ist der Moderna-Impfstoff laut EMA bei minus 25 bis minus 15 Grad sieben Monate lang. Im Kühlschrank bei 2 bis 8 Grad halte er sich maximal 30 Tage.

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Einmal die Woche erhalten Hausarztpraxen ab dem 6. April bis zu 50 Dosen Corona-Impfstoff. Diese liefern die Apotheken, die wiederum auf den pharmazeutischen Großhandel zurückgreifen. Die Terminvergabe regeln die Praxen selbst und halten sich dabei an die vorgegebene Priorisierung der Coronavirus-Impfverordnung. Genauso wie im Impfzentrum gibt es auch in der Hausarztpraxis keine Wahlfreiheit bezüglich des Vakzins.

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