• Startseite
  • Gesundheit
  • Corona-Impfung: Stiko will Impfempfehlung wohl nur für Kinder mit Vorerkrankungen

Stiko-Entwurf: Impfempfehlung nur für Kinder mit Vorerkrankungen

  • Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (Stiko) will die Corona-Impfung offenbar nur solchen Kindern empfehlen, die an bestimmten Vorerkrankungen leiden.
  • Das berichtet das Magazin „Business Insider“, dem ein Entwurf der Impfempfehlung vorliegen soll.
  • Offiziell verkündet wird die Entscheidung der Stiko aber erst am kommenden Donnerstag.
|
Anzeige
Anzeige

Berlin. Wie bereits erwartet worden war, plant die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (Stiko) offenbar keine generelle Impfempfehlung der Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche. Aussprechen will sie lediglich eine Empfehlung für Kinder und Jugendliche mit bestimmten Vorerkrankungen, das berichtet das Magazin „Business Insider“ und die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Es beruft sich dabei auf einen Entwurf der Impfempfehlung, den die Stiko an Bund und Länder geschickt hatte und der dem Magazin vorliegen soll.

Die Pandemie und wir Der neue Alltag mit Corona: In unserem Newsletter ordnen wir die Nachrichten der Woche, erklären die Wissenschaft und geben Tipps für das Leben in der Krise ‒ jeden Donnerstag.

In dem Entwurf steht demnach auch, bei welchen Vorerkrankungen genau die Stiko eine Impfung für zwölf bis 17-Jährige empfehlen will. Dazu gehören solche Krankheiten, bei denen auch bei Erwachsenen von einem erhöhten Risiko für schwere Covid-19-Verläufe ausgegangen wird, wie unter anderem eine schwere Herzinsuffizienz, chronische Lungen- und Nierenerkrankungen, Tumore, ein geschwächtes Immunsystem, Trisomie 21 oder Adipositas.

Anzeige

Stiko hat Bericht noch nicht bestätigt

Eine Impfempfehlung ist laut dem Bericht auch für solche Kinder vorgesehen, die Angehörige von Personen mit hoher Gefährdung für einen schweren Covid-19-Verlauf sind, die selbst nicht geimpft werden können – oder bei denen der begründete Verdacht auf einen nicht ausreichenden Schutz nach der Impfung bestehe. Dies solle etwa für Patienten gelten, die sich einer Therapie unterziehen, die das Immunsystem stark schwächt.

Anzeige

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, hat den Bericht von „Business Insider“ gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) weder bestätigt noch dementiert. Auf Anfrage hin teilte Mertens mit, er wolle sich vor den abschließenden Beratungen nicht zum Thema äußern. Auch wenn der Bericht zutreffend ist, könnten am Entwurf der Impfempfehlung in den nächsten Tagen noch Änderungen vorgenommen werden. Die endgültige Fassung will die Stiko am Donnerstag im epidemiologischen Bulletin veröffentlichen.

Anzeige

Eine eingeschränkte Impfempfehlung nur für Risikogruppen gilt aber als wahrscheinlich. Denn bei gesunden Kindern und Jugendlichen ohne spezielle Risikofaktoren hält die Stiko es bei der derzeitigen Datenlage nicht für erwiesen, dass der Nutzen der Impfung deren Risiken überwiegt. Das hatten Mitglieder der Kommission und deren Vorsitzender bereits im Vorfeld angedeutet.

Mehr dazu in Kürze

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen