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Astrazeneca-Impfung: Kombination mit Biontech laut Studie besser als nur eine Dosis

  • Wer jünger als 60 Jahre alt ist und trotzdem mit Astrazeneca geimpft wurde, sollte der Ständigen Impfkommission zufolge bei der zweiten Dosis auf einen mRNA-Impfstoff setzen.
  • Nun gibt es erste Daten zur Wirksamkeit bei einer Kombiimpfung mit Biontech.
  • Die Ergebnisse aus Spanien sind vielversprechend.
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Erste Daten einer Combivacs-Studie aus Spanien deuten daraufhin, dass die Kombination aus einer ersten Impfstoffdosis gegen Covid-19 von Astrazeneca und einer zweiten von Biontech sicher und hochwirksam bleibt. Der Antikörperspiegel sei nach der zweiten Dosis zwischen 30 und 40 Mal höher als bei einer Kontrollgruppe, die nur eine einzelne Dosis Astrazeneca erhalten hatte, heißt es in einer Mitteilung der spanischen Gesundheitsbehörde „Instituto de Salud Carlos III“.

Insgesamt 673 Personen nahmen an der noch laufenden Studie teil. Die Gruppe, die die zweite Dosis des Impfstoffs erhielt, bestand aus 441 Teilnehmern, während die Kontrollgruppe (die bisher keine zweite Dosis erhalten hatte) aus 232 Personen bestand. Das Durchschnittsalter in beiden Gruppen betrug 44 Jahre, sie bestanden jeweils zur Hälfte aus Männern und Frauen (56 Prozent). Die Teilnehmer mussten mindestens acht Wochen warten, bis sie die zweite Dosis erhielten.

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Astrazeneca und Biontech kombinieren: Ähnliche Nebenwirkungen erwartbar

Der Analyse zufolge steigt die Wirksamkeit durch die Kombination der beiden Vakzine. Die Reaktion des Immunsystems sei nach der zweiten Dosis des Comirnaty-Impfstoffs von Biontech stark verstärkt, berichten die Wissenschaftler. Die beobachteten Nebenwirkungen liegen den Daten zufolge innerhalb der erwarteten Werte – wie auch bei einer Anwendung desselben Impfstoffs bei beiden Dosen. Am häufigsten traten Beschwerden an der Injektionsstelle auf, gefolgt von Kopfschmerzen (44 Prozent), Unwohlsein (41 Prozent), Schüttelfrost (25 Prozent), leichter Übelkeit (11 Prozent, leichtem Husten (7 Prozent) und Fieber (2,5 Prozent).

Die Impfreaktionen fielen bei den Studienteilnehmern leicht oder mäßig aus und beschränkten sich meist auf die ersten zwei bis drei Tage nach Erhalt des Impfstoffs. „In keinem Fall wurde im Rahmen dieser klinischen Studie über eine Krankenhauseinweisung nach Anwendung dieses Impfschemas berichtet“, heißt es in der Mitteilung.

Gemischte Corona-Impfung wegen Thromboserisiko wählen

Zu einem etwas anderen Ergebnis zu erwartbaren Nebenwirkungen bei einer Kombiimpfung von Astrazeneca und Biontech kamen Wissenschaftler an der Universität Oxford. Vergangene Woche veröffentlichten sie erste vorläufige Studienergebnisse, denen zufolge die 830 Freiwilligen, die zwei unterschiedliche Corona-Impfstoffe erhalten, häufiger über leichte bis moderate Nebenwirkungen berichteten. Alle Probanden waren älter als 50 Jahre und erhielten die Präparate im Abstand von vier Wochen. Anlass zur Sorge um die Patientensicherheit gebe es deswegen aber nicht, betonten die Wissenschaftler. Ob die Immunreaktion davon betroffen sei, könne noch nicht beurteilt werden. Daten dazu würden aber in den kommenden Monaten erwartet.

Wegen eines erhöhten Thromboserisikos nach einer Astrazeneca-Impfung vor allem bei Jüngeren wird in vielen Ländern für bestimmte Personengruppen eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff empfohlen. So auch in Deutschland. Die Ständige Impfkommission empfiehlt weiterhin vorwiegend Älteren eine Impfung mit dem Mittel von Astrazeneca. Bereits erstmalig Geimpften unter 60-Jährigen solle aber anstelle einer zweiten Impfung mit dem Astrazeneca-Vakzin Vaxzevria eine Dosis eines mRNA-Impfstoffes verabreicht werden – also von Biontech oder Moderna.

Es sollten der Empfehlung zufolge neun bis zwölf Wochen verstrichen sein, bis die zweite Dosis injiziert wird. Hintergrund für dieses Vorgehen trotz bislang fehlender breiter Evidenz zur gemischten Impfserie sei, dass der von einer einmaligen Astrazeneca-Impfung ausgelöste Schutz nach zwölf Wochen abzunehmen beginnt.

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