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  • Corona-Impfung: Ein Drittel der Bürger in Deutschland will sich nicht impfen lassen

Umfrage: Ein Drittel will sich nicht impfen lassen

  • Eine repräsentative Befragung zeigt, dass eine erhebliche Zahl der Bürger die Einschränkung von Freiheitsrechten in der Corona-Pandemie ablehnt.
  • Auch bei der Impfbereitschaft gibt es je nach befragter Gruppe große Skepsis.
  • Insgesamt 34 Prozent der Befragten wollen sich nicht impfen lassen.
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Gütersloh. Gegen die Einschränkung von Freiheitsrechten in der Pandemie und gegenüber einer Corona-Impfung gibt es einer Umfrage zufolge deutliche Vorbehalte. Ein Drittel der Bürger in Deutschland (33 Prozent) lehnt Eingriffe in die Freiheitsrechte zur Pandemie-Bekämpfung „eher“ oder „voll und ganz“ ab. Und 34 Prozent wollen sich nicht impfen lassen, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten repräsentativen Befragung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung hervorgeht. Die Akzeptanz der coronabedingten Einschränkungen und die Impfbereitschaft sind der Umfrage zufolge abhängig vom jeweiligen Wertemilieu.

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Wer erfolgsorientiert ist, hat eher ablehnende Haltung

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Für die Erhebung hat das Norstat Institut Ende 2020 mehr als 1000 Erwachsene befragt. Nach Einschätzung der Stiftung in Gütersloh fällt die ablehnende Haltung gegenüber Impfung und Freiheits-Einschränkungen unter besonders leistungs- und erfolgsorientierten Menschen überdurchschnittlich hoch aus. Die Corona-Krise verschärfe Wertekonflikte, die zuvor schon schwelten, meinte Yasemin El-Menouar, Mitautorin der Studie „Zwischen individueller Freiheit und Gemeinwohl“.

Von humanistisch geprägten Menschen, für die Werte wie Gerechtigkeit und Toleranz besonders wichtig seien, würden rund 80 Prozent den Vorrang des Lebensschutzes und die pandemiebedingten Einschränkungen überzeugt mittragen, erklärte die Bertelsmann Stiftung in Gütersloh bei der Präsentation der Umfrage.

Idealist, Humanist, Selbstverwirklicher?

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Anhand der Ergebnisse der Umfrage wurden insgesamt sieben unterschiedliche Wertemilieus erkannt. Die Autoren sprechen von „kreativen Idealisten“, „bescheidenen Humanisten“, „individualistischen Materialisten“, „sicherheitsorientierten Konservativen“, „leistungsorientierten Machern“ und „unkonventionellen Selbstverwirklichern“. Wertemilieus, die eine Beschneidung von Freiheitsrechten kritisch sehen, zeigten sich auch skeptisch in der Frage von Impfungen, erklärte die Stiftung.

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So wollen sich in der Gruppe der eher Leistungsorientierten, denen Selbstverwirklichung und beruflicher Erfolg wichtig sind, laut Studie 44 Prozent auf keinen Fall impfen lassen. In der humanistisch geprägten Gruppe sprachen sich lediglich 25 Prozent gegen eine Impfung aus.

Rund 45 Prozent der Befragten zeigten sich zudem überzeugt, dass die Krise auch positive Auswirkungen haben könne - mit Blick auf Klimaschutz und soziales Miteinander. Und 82 Prozent stimmten der Aussage zu, dass die Pandemie die Notwendigkeit eines tiefgreifenden Wandels der Gesellschaft vor Augen führe.

Maßnahmen sind zeitlich begrenzt

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Die Politik solle klarer herausstellen, dass individuelle Freiheiten und Leistungsbereitschaft für die Gesellschaft weiter von entscheidender Bedeutung sei, bilanzierte El-Menouar. Und dass einschränkende Maßnahmen zeitlich begrenzt seien und das Ziel verfolgten, möglichst schnell wieder „ein freies und eigenbestimmtes Leben führen zu können.“

In einer lebendigen Demokratie müssten Werte wie Gemeinwohl und Freiheit sorgsam ausbalanciert werden, sagte der Leiter des Stiftungsprogramms Lebendige Werte, Stephan Vopel. „Positiv ist: Strittig sind zwischen den Wertemilieus nicht die Werte als solche, sondern ihre Abwägung in der aktuellen Krise“, so Vopel.

RND/dpa/epd

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