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Impfschwänzer: In welchen Bundesländern platzen die meisten Impftermine?

  • In einigen Bundesländern werden viele Impftermine nicht eingehalten, in anderen platze fast kein einziger Termin.
  • Das ist das Ergebnis einer Umfrage der FAS, die von einem „entspannten Bild“ spricht.
  • Zuletzt gab es sogar Forderungen nach einem Bußgeld für Impfschwänzer.
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Berlin. In den Bundesländern gibt es einer Umfrage der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS) zufolge keine massenhaften Absagen von Impfterminen. Flächendeckend ließen nur wenige Deutsche ihre Termine in den Impfzentren platzen, heißt es in dem Bericht. Insgesamt ergebe sich ein entspanntes Bild, doch das gilt nicht für alle Bundesländer.

Impfschwänzer: Auffälligkeiten in Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz

Demnach meldeten die Gesundheitsministerien verschiedener Bundesländer, „keine wesentliche Steigerung“, ein „sehr geringes“ oder „gleichbleibend niedriges Niveau“ oder „keine größeren Terminabsagen“. In anderen Ländern erschienen zwischen zwei und sechs Prozent der Leute nicht zum angekündigten Impftermin. In Niedersachsen nehmen die Absagen zu, trotzdem kommen 98 Prozent der Patienten zu ihrem Termin für die Zweitimpfung. Ausreißer bildeten Hessen mit rund 20 Prozent, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz mit rund 15 Prozent. In Mainz wird betont, dass es sich dabei „fast ausnahmslos um Erstimpfungen“ handelt. Bremen liegt bei den Erstimpfungen bei etwa zehn Prozent, Tendenz steigend. Berlin und Hamburg meldeten keine Zahlen zurück, Bayern erhebe keine.

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Von den Arztpraxen gebe es nur vereinzelt Rückmeldungen wegen Terminabsagen, sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung in Bayern. Im Regelfall verhielten sich die Impfwilligen termintreu. Aus Baden-Württemberg heißt es dem Bericht zufolge, dass Schwänzen „eher selten“ vorkomme, „nach unseren Erkenntnissen wesentlich seltener als in den Impfzentren“. Obwohl Impfzentren sehr anonym organisiert sind, schwänzen die Deutschen dort also nicht wirklich öfter ihre Termine als sonst beim Arzt. Im Gegenteil: Wenn sie sich beim Hausarzt impfen lassen, verhalten sie sich sogar termintreuer als sonst.

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Debatte um Strafen für geplatzte Impftermine

Am vergangenen Wochenende war eine Debatte über „Impfschwänzer“ hochgekocht, die gebuchte Termine nicht wahrnehmen, ohne vorher abzusagen. Berlins DRK-Präsident Mario Czaja hatte Bußgelder ins Spiel gebracht, einige Politiker hatten sich der Forderung angeschlossen.

dpa

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