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Überblick in Grafiken: Wann welcher Impfstoff geliefert werden soll

Die Lieferungen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer sind bisher zuverlässig.

Geimpft werden in Deutschland vorerst nur Erwachsene, weil die Wirkung der Präparate bei Kindern und Jugendlichen noch nicht ausreichend untersucht worden ist. Keiner der derzeit zugelassenen Impfstoffe darf Jugendlichen und Kindern unter 16 Jahren verabreicht werden. Damit entfallen in Deutschland zunächst rund 13 Millionen Menschen als Zielgruppe der Impfkampagne.

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Angenommen, von den übrigen 70 Millionen Menschen wären 75 Prozent bereit, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, so würden Impfdosen für 52,5 Millionen Menschen benötigt. Laut Lieferplänen des Bundesgesundheitsministeriums gibt es bis Ende Juni 2021 immerhin genug Impfstoff für 45 Millionen Menschen oder 65 Prozent der impfbaren Bevölkerung. Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, allen 12- bis 18-Jährigen bis zum Ende der Sommerferien ein Impfangebot zu machen. Nötig dafür ist allerdings die Zulassung eines Impfstoffs und eine entsprechende Empfehlung der Ständigen Impfkommisson (Stiko).

Folgende Grafik zeigt, wie viele Menschen bis zum Ende des jeweiligen Quartals theoretisch geimpft sein könnten. Im Laufe des dritten und vierten Quartals dürfte Deutschland demzufolge insgesamt deutlich mehr Lieferungen bekommen (189,5 Millionen), als es Einwohner hat (83,2 Millionen).

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Wie entsteht ein Impfstoff?

Nach einem Impfstoff gegen Covid-19 wird unnachgiebig geforscht. Innerhalb von nur einem Jahr war bereits der erste Kandidat in der Zulassungsphase.

Bis 9. Mai wurden rund 41,3 Millionen Impfdosen nach Deutschland geliefert, etwa zwei Drittel von Biontech/Pfizer, ein Fünftel von Astrazeneca, ein Zehntel von Moderna und ein kleiner Rest von Johnson & Johnson. Davon wurden bisher rund 35 Millionen Dosen verimpft, rund 6 Millionen liegen also auf Halde. Im Ergebnis sind 32,8 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mindestens einmal geimpft worden. Das entspricht mehr als 27 Millionen Menschen (Stand: 9.5.2021). Vor allem zu Beginn der Impfkampagne waren viele andere Länder deutlich schneller unterwegs als Deutschland, wie folgende Grafik zeigt.

Wenn die Lieferpläne eingehalten werden, sind bis Ende Juni weitere 40 Millionen Dosen zu erwarten. Im Laufe des zweiten Halbjahres erwartet das Bundesgesundheitsministerium weitere 241 Millionen Dosen. Bisher sind allerdings nur die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson in der Europäischen Union zugelassen. Lässt man die Lieferungen der bisher noch nicht zugelassenen Impfstoffe von Curevac und Sanofi/GSK außen vor, ist mit 191 Millionen Dosen bis Ende 2021 zu rechnen. Auch in diesem Fall wären weit mehr Dosen vorhanden als gebraucht werden. All diese Prognosen setzen jedoch pünktliche Lieferungen voraus.

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