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Corona-Impfstoff: Spahn drückt aufs Tempo – aber weniger Dosen bis Ende Januar

  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will bei der Zulassung der Corona-Impfstoffe Tempo machen.
  • Das sagte der CDU-Politiker laut Teilnehmern bei der Telefonschalte von Kanzlerin Merkel und den Regierungschefs der Länder.
  • Allerdings soll Deutschland zunächst wohl weniger Dosen erhalten als erwartet.
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Bundesgesundheits­minister Jens Spahn (CDU) setzt auf eine schnellstmögliche Zulassung der Corona-Impfstoffe durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Dabei gehe es auch um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Handlungsfähigkeit der Europäischen Union, sagte Spahn am Sonntag nach Teilnehmerangaben in der Telefonkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten zu den harten Kontaktbeschränkungen über Weihnachten und den Jahreswechsel. Bund und Länder seien vom 15. Dezember an in der Fläche einsatzbereit zum Impfen.

Zudem stünden erste Impfdosen zur Auslieferung bereit und könnten direkt nach der Zulassung verimpft werden, sagte Spahn. „Jeder Tag, den wir früher beginnen können, mindert Leid.“ Allerdings meldet der „Spiegel“, dass es bei der Beschaffung von ausreichendem Impfstoff offenbar Probleme gebe. Nach „Spiegel“-Angaben sollen demnach bis Ende Januar 2021 nur drei bis vier Millionen Impfdosen von Biontech und Pfizer zur Verfügung stehen.

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Da jeder Patient zweimal geimpft werden muss, damit der Schutz voll greift, hieße das, dass nur 1,5 Million bis zwei Millionen Menschen geimpft werden könnten. Der Sprecher des Bundesgesundheits­ministeriums bestätigte dem „Spiegel“ die Zahl von „drei bis vier Millionen Impfdosen bis Ende Januar“.

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Weiterhin habe das Gesundheitsministerium die Chefrunde im Kanzleramt auch darüber informiert, dass es zu Beginn der Impfphase in Deutschland etwas weniger Dosen geben würde als zunächst geplant. Das läge an Produktionsproblemen bei Biontech/Pfizer, die aber wiederum dem hohen Qualitätsanspruch der Unternehmen geschuldet seien.

In der Tat hatten Biontech und Pfizer laut „Handelsblatt“ die Produktions- und Lieferpläne für ihren Impfstoff gekürzt. Grund seien sowohl qualitativ nicht den Standards der Unternehmen genügende Rohmaterialien wie auch die Verzögerungen bei den Zulassungsverfahren gewesen. Das Mittel des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer hatte als erster Corona-Impfstoff eine Notfallzulassung in den USA bekommen. Der Impfstoff könne nun bei Menschen ab 16 Jahren eingesetzt werden, teilte die US-Arzneimittelbehörde FDA mit. Auch das zuständige Komitee der Gesundheitsbehörde CDC stimmte dafür, die Impfung zu empfehlen.

RND/dk/dpa

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