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  • Corona-Impfstoff von AstraZeneca steht in Großbritannien kurz vor der Zulassung

Impfstoff von AstraZeneca steht in Großbritannien kurz vor der Zulassung

  • Der nächste Impfstoff gegen das Coronavirus könnte bereits am Montag in Großbritannien zugelassen werden. Das berichtet die „Sunday Times“.
  • Bei den Studien zum Vakzin der Firma AstraZeneca hatte es im Vorfeld allerdings Unregelmäßigkeiten gegeben.
  • Nur durch ein Versehen in der Impfstudie konnte die Wirksamkeit deutlich erhöht werden.
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Die britische Gesundheitsbehörde MHRA könnte schon am Montag den Impfstoff der britischen Firma AstraZeneca zulassen. Das berichtet die „Sunday Times“. Auf dem Impfstoff ruhen große Hoffnungen, weil er vergleichsweise günstig ist und nicht bei extrem niedrigen Temperaturen aufbewahrt werden muss, wie es bei dem Konkurrenzprodukt der Firmen Biontech und Pfizer der Fall ist.

Die Briten hatten sich bereits 100 Millionen Dosen des AstraZeneca-Impfstoffs gesichert. Auch die Europäische Union hat bereits Hunderte Millionen Dosen bestellt.

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Wirksamkeit variiert je nach Impfdosis

Allerdings gab es bei der Studienlage Unregelmäßigkeiten. Zunächst hatte der Hersteller die Wirksamkeit des Impfstoffs mit 70 Prozent angegeben. In einem weiteren Test wurde den Testpersonen einer kleinen Gruppe dann aus Versehen zunächst eine halbe Dosis und einen Monat später eine volle Dosis des Impfstoffes verabreicht. Bei ihnen lag die Wirksamkeit dann bei 90 Prozent.

Der „Sunday Times“ sagte Firmenchef Pascal Soriot nun, es sei inzwischen die Rezeptur gefunden worden, die mit zwei Dosen „genauso gut wirkt wie die anderen“ bisher zugelassenen Impfstoffe.

Wirkstoff basiert auf Erkältungsvirus von Schimpansen

AstraZeneca hat seinen Impfstoff gemeinsam mit der renommierten Universität Oxford entwickelt. Anders als die Impfstoffe von Biontech und Pfizer sowie der US-Firma Moderna gehört das britisch-schwedische Präparat nicht zu den sogenannten mRNA-Impfstoffen.

Der Wirkstoff AZD1222 beruht auf der abgeschwächten Version eines Erkältungsvirus von Schimpansen. Es enthält genetisches Material eines Oberflächenproteins, mit dem der Erreger Sars-CoV-2 an menschliche Zellen andockt. Das Mittel wirkt zweifach: Es soll sowohl die Bildung von spezifischen Antikörpern als auch von T-Zellen fördern – beide sind für die Immunabwehr wichtig.

ang/RND/dpa

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