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  • Corona-Impfstoff erst 2021: Bund stellt 750 Millionen Euro zur Verfügung - Karliczek und Spahn geben Auskunft

Karliczek: Corona-Impfstoff für viele erst Mitte 2021

  • Um die Impfstoffforschung und den Ausbau an Kapazitäten zu beschleunigen, stellt der Bund 750 Millionen Euro zur Verfügung.
  • Drei Unternehmen profitieren davon: Curevac, Biontech und IDT.
  • Verlaufen die Studien in Phase III erfolgreich, könnten Mitte kommenden Jahres Impfungen stattfinden.
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Deutschland müsse sich darauf einstellen, dass erst Mitte nächsten Jahres die breite Bevölkerung geimpft werden kann. Das gaben Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei einer Pressekonferenz bekannt.

Um die Prüfung aussichtsreicher Kandidaten und die Produktion von Impfstoffdosen auf nationaler Ebene zu beschleunigen, fördert der Bund die Impfstoffforschung in Deutschland mit 750 Millionen Euro. “Impfstoffe sind nach wie vor der entscheidende Schlüssel, um diese Pandemie zu überwinden”, sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU). Mit der Förderung könnten Projekte breiter und schneller aufgestellt werden.

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Bundesregierung rechnet Mitte 2021 mit Impfstoff
1:54 min
Gesundheitsminister Jens Spahn teilte zudem mit, dass die Impfungen freiwillig sein sollen.  © Reuters
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Ziel: Impfstoffforschung in Deutschland stärken

Mit zwei Unternehmen seien Gespräche zur Förderung abgeschlossen: Biontech und Curevac, die beide mit einer mRNA-Technologie arbeiten. Das dritte Unternehmen, die Firma IDT aus Sachsen-Anhalt, könnte ebenfalls bald mit einem Vektorimpfstoff folgen. “Deutschland ist ganz vorn mit dabei”, sagte Spahn.

Ziel des Programms sei es, schnellstmöglich und sicher an einen Impfstoff zu kommen und die Produktionskapazitäten auszuweiten. Allerdings müsse die Phase III und damit umfangreiche klinische Studien am Menschen abgeschlossen sein. “Sicherheit hat an dieser Stelle absolute Priorität”, betonte Karliczek. Von dieser Linie werde Deutschland und auch Europa nicht abweichen.

Vorsicht bei Impfstoffprognosen

Impfstoffe seien nach wie vor der entscheidende Schlüssel, um die Pandemie zu überwinden, betonten Karliczek und Spahn. Die Hoffnung auf ein Ende der Pandemiedynamik wächst. Weltweit laufen Studien mit vielversprechenden Kandidaten. Die Weltgesundheitsorganisation zählt inzwischen 35 Impfstoffprojekte in klinischer Evaluation (Stand: 9. September). 180 Projekte gibt es insgesamt. Und mehrere Hersteller sind optimistisch, dass es noch dieses Jahr Ergebnisse für eine Zulassung geben könnte.

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Darunter ist beispielsweise auch das Mainzer Unternehmen Biontech. Im Idealfall will es schon im Oktober die Zulassung für seinen Impfstoff beantragen. Auch die Firma Curevac hat mit klinischen Prüfungen am Menschen begonnen.

Karliczek sei weiterhin zuversichtlich, betonte aber auch: “Wir sind nach wie vor noch nicht am Ziel.” In den nächsten Wochen könne noch viel passieren. Die Prognosen der Hersteller sind unsicher. Das zeigt beispielsweise der jüngste Rückschlag bei der britisch-schwedischen Pharmafirma Astra Zeneca. Wegen gesundheitlicher Probleme eines Probanden musste der Konzern seine bereits weit fortgeschrittenen klinischen Tests kurzzeitig stoppen. Inzwischen hat das Pharmaunternehmen die Prüfung seines Impfstoffkandidaten wieder aufgenommen.


Spahn: Millionen Corona-Impfdosen gesichert

Rund 54 Millionen Impfstoffdosen seien für die deutsche Bevölkerung gesichert über EU-weite Verträge mit Astra Zeneca, sagte Spahn. Da man zum derzeitigen Zeitpunkt damit rechnen müsse, zweimal zu impfen, könnten damit rund 27 Millionen Menschen einen Schutz bekommen. Weitere 40 Millionen Dosen gelten über nationale Verträge als gesichert.

Spahn machte zudem erneut deutlich, dass er auf freiwillige Impfungen setzt. Um eine Herdenimmunität zu erreichen, müssten sich in Deutschland 55 bis 65 Prozent der Bürger impfen lassen. “Wir sind sehr, sehr zuversichtlich, dass wir das Ziel einer ausreichend hohen Impfquote freiwillig erreichen”, sagte Spahn. Klar sei aber auch, dass nicht sofort alle Menschen gleichzeitig geimpft werden könnten. Zu Beginn müsse priorisiert werden – zuerst könnten beispielsweise Risikogruppen und die Berufsgruppen aus dem Gesundheitswesen in Betracht gezogen werden.





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