Bis zu 75 Millionen zusätzliche Dosen: Biontech will mehr Impfstoff liefern

  • Am Montag trifft sich die Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten und der Pharmabranche zu einem Impfgipfel.
  • Schon zuvor verspricht das Mainzer Unternehmen Biontech zusätzliche Dosen Impfstoff.
  • Allein Deutschland soll im Frühjahr 14 Millionen Einheiten mehr bekommen.
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Das Mainzer Unternehmen Biontech kann nach eigenen Angaben im zweiten Quartal möglicherweise mehr Dosen seines Vakzins an die Europäische Union ausliefern - bis zu 75 Millionen.  © dpa
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Der Pharmakonzern Biontech kündigt an, der EU mehr Dosen seines Corona-Impfstoffs zu liefern als bisher zugesagt. Sierk Poetting, CFO und COO von Biontech sagte laut „Spiegel“, dass das Unternehmen weiterhin daran arbeite, die vertraglich festgelegte Lieferung der vollen Menge an Impfstoffdosen im ersten Quartal sicherzustellen. „Außerdem könnten wir im zweiten Quartal bis zu 75 Millionen Dosen mehr an die Europäische Union ausliefern.“

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Zuletzt gab es in der EU immer wieder Schwierigkeiten bei der Impfstoffbeschaffung. Wegen anhaltender Probleme bei der Lieferung von Impfstoffen hatte die EU-Kommission vergangene Woche den Druck auf die Pharmabranche erhöht.

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Biontech kann nur deswegen nun doch mehr Impfstoffe liefern, weil die Produktionsprozesse in den einzelnen Werken weiter ausgebaut werden konnten. Dem Unternehmen sei es gelungen, sein Netzwerk von drei auf 13 Partner auszubauen und so die Impfstoffherstellung voranzutreiben.

Impfgipfel befasst sich mit den Problemen der Impfstoffherstellung

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will am Montag mit den Ministerpräsidenten der Länder über Verbesserungen bei Corona-Impfungen beraten. An einer Videokonferenz sollen auch mehrere Bundesminister, Vertreter der Impfstoffhersteller sowie der EU-Kommission teilnehmen, die für die gesamte EU Impfstoff bei verschiedenen Produzenten einkauft. Die Beratungen beginnen voraussichtlich um 14 Uhr.

Mehrere Ministerpräsidenten sowie Verbände wie der Deutsche Städtetag forderten Klarheit über Menge und Zeitpunkt der Lieferungen von Impfstoffen, damit Impfzentren besser planen könnten. Lieferschwierigkeiten einzelner Hersteller, Problemen bei der Terminvergabe und viel Unmut über fehlenden Impfstoff haben die Stimmung zuletzt gedämpft.

RND/mit dpa

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