Corona-Impfstoff: Biontech erwartet erste Testdaten bis Juli

  • Das Biopharma-Unternehmen Biotech erwartet bis Juli erste klinische Daten zu den Tests eines möglichen Corona-Impfstoffs.
  • Dabei sollen Sicherheit, Wirksamkeit und Dosierung erforscht werden.
  • Erste Tests an gesunden Probanden haben bereits im April begonnen.
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Mainz. Das Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech erwartet für Ende Juni oder Juli erste Daten zu klinischen Tests eines möglichen Impfstoffs gegen die Lungenerkrankung Covid-19. Bei den in Europa und den USA durchgeführten Tests gehe es darum, Sicherheit, Wirksamkeit und optimale Dosierung von vier verschiedenen Impfstoffkandidaten zu ermitteln, sagte Vorstandschef Ugur Sahin am Dienstag in einer Telefonkonferenz.

Bis Ende des Jahres Millionen Impfstoffdosen

In Europa sind Tests mit insgesamt vier Impfstoffkandidaten an etwa 200 gesunden Probanden im Alter von 18 bis 55 Jahren geplant. Tests mit dem ersten Kandidaten hätten bereits im April begonnen, sagte Sahin. Um die optimale Dosis für weitere Studien zu finden, würden Dosen von 1 bis 100 Mikrogramm verabreicht. Für einen zweiten Teil der Studie seien auch Probanden mit einem höheren Risiko für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung vorgesehen. In den USA sind zunächst Tests an bis zu 360 gesunden Probanden in zwei Altersgruppen geplant - von 18 bis 55 sowie von 65 bis 85 Jahren.

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Zusammen mit dem US-Pharmaunternehmen Pfizer würden Produktionskapazitäten aufgebaut, „um eine mögliche weltweite Impfstoffversorgung” zu gewährleisten, sagte Sahin. Damit werde erwartet, dass bis Ende dieses Jahres Millionen von Impfstoffdosen zur Verfügung gestellt werden könnten, sofern die Zulassungsbehörden die Genehmigung erteilten.

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Unternehmen verfügt über genügend finanzielle Mittel

Biontech stellte am Dienstag die Finanzdaten für das erste Quartal vor. Demnach verfügt das Unternehmen zum Stichtag Ende März über liquide Mittel von 451,6 Millionen Euro. Der Umsatz sei im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,7 Prozent auf 27,7 Millionen Euro gestiegen. Der Großteil der Entwicklungskosten für das Covid-19-Impfstoff-Programm werde über Beteiligungen von Pfizer und des chinesischen Partners Fosun Pharma, Kapitalbeteiligungen und Vorauszahlungen finanziert.

RND/dpa

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