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„Gibt noch Möglichkeiten“: Leopoldina-Forscher empfehlen Impfpflicht für bestimmte Berufe

  • Die Forschenden der Leopoldina fordern, dass die Politik mehr Instrumente zum Eindämmen der vierten Corona-Welle nutzen sollte.
  • Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bringen dabei auch eine Impfpflicht für bestimmte Menschen ins Spiel.
  • Auch 2G-Regeln sollten ausgeweitet werden.
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Forschende der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfehlen mehrere Ansätze zum weiteren Umgang mit der Winterwelle. Es gebe noch Möglichkeiten, „unsere Instrumente für die Eindämmung der Pandemie zu verbessern“, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme, in der es vordergründig um die Vorbereitung auf zukünftige Pandemien geht. Darunter könnten auch „Impfpflichten für Multiplikatorengruppen“ fallen. Dazu könne man Pflegepersonal, Lehrer und andere Berufsgruppen mit viel Kontakt zu anderen Menschen zählen, teilte die Leopoldina der dpa auf Anfrage mit.

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Auch eine angemessenere Regelung zur Offenlegung des Impfstatus in der Arbeitsschutzverordnung und eine größere Geltungsreichweite der 2G-Regel bringt der Präsident der Akademie, Gerald Haug, ins Spiel. „Für Deutschland wird der bevorstehende Winter eine gesellschaftliche und medizinische Herausforderung infolge eines Mangels an Prävention, klaren Regeln und Stringenz“, heißt es in dem Vorwort.

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„Große Herausforderungen“ für Gesundheitssystem in der Winterwelle

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Circa 16 Millionen Erwachsene in Deutschland seien aktuell nicht geimpft. Die zu geringe Impfquote trage „maßgeblich“ dazu bei, dass zunehmend wieder schwere Krankheitsverläufe mit zum Teil langen Krankenhausaufenthalten zu beobachten sind. „Dies stellt das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen und wird, falls keine Veränderung eintritt, im Winter zu dessen Überlastung führen“, schreibt Haug. Es sei wichtig, die Impfquote deutlich zu erhöhen. Allen bereits vollständig Geimpften sollten zudem Auffrischungsimpfungen angeboten werden.

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Der Zusammenschluss der Forschenden appelliert zudem daran, dass in Innenräumen möglichst ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden sollte – vor allem, wenn der Immunstatus unsicher ist, Abstände und eine gute Belüftung der Räume nicht mehr gewährleistet werden könnten. Wer weder geimpft noch genesen ist, sollte sich vor „gemeinschaftlichen Aktivitäten“ konsequent testen.

RND/she

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