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Corona-Hotspot: Madrid riegelt acht weitere Wohngebiete ab

  • In Spaniens Hauptstadt Madrid grassiert das Coronavirus derzeit besonders stark.
  • Zur Eindämmung werden deshalb acht weitere Wohngebiete abgeriegelt, 45 sind es nun insgesamt.
  • Ein Lockdown in ganz Madrid wurde bisher abgelehnt.
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Madrid. Zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat die spanische Hauptstadt Madrid die teilweise Abriegelung acht weiterer Wohngebiete mit besonders hohen Infektionszahlen angekündigt. Es gehe darum, die Zahl der Neuinfektionen zu bremsen, sagte der regionale Vize-Gesundheitsminister Antonio Zapatero am Freitag bei einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. Damit steigt die Zahl der von solchen Maßnahmen betroffenen Stadtgebiete Madrids auf 45. In den Gebieten, in denen mehr als eine Millionen Menschen leben, wurden in den vergangenen 14 Tagen mehr als 1000 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert. In Deutschland liegt diese Zahl derzeit auf sieben Tage gerechnet bei 13.

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Corona-Lage in Spanien verschärft sich
2:06 min
Besonders in den vergangen zwei Wochen ist die Zahl der verstorbenen Personen auf 50 bis 60 pro Tag angestiegen - nachdem sie im Juli noch einstellig war.

Lockdown für ganz Madrid bisher abgelehnt

Spaniens Gesundheitsminister brachte unterdessen in einer zeitgleich abgehaltenen Pressekonferenz das Missfallen der linken Zentralregierung an den Maßnahmen zum Ausdruck. Die Regierung habe der Stadt geraten, alle Wohngebiete abzuriegeln, in denen die 14-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner bei 500 Neuinfektionen, also der Hälfte, liege, sagte Illa. Diesem Rat wollte die Stadt offensichtlich nicht folgen. Die konservative Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso hat einen Lockdown für den gesamten Hauptstadtbereich, in dem mit dem Umland insgesamt 6,6 Millionen Menschen leben, wegen der befürchteten verheerenden Auswirkungen auf die Wirtschaft bisher abgelehnt.

Regierung hat bei der Bekämpfung versagt - Gesundheitssystem kurz vorm Kollaps

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Kritiker werfen Ayuso jedoch Versagen bei der Pandemiebekämpfung vor. Viele der Maßnahmen kämen zu spät und seien unzureichend. Es mangele bei der Nachverfolgung von Infektionsketten und an Testkapazitäten. Zudem stehe das Gesundheitssystem schon fast wieder vor dem Kollaps. Etwa ein Drittel aller Neuinfektionen in Spanien entfallen auf den Großraum Madrid.

Spanien ist in Westeuropa im Hinblick auf die absoluten Infektionszahlen das am härtesten von der Corona-Pandemie getroffene Land. Bis Donnerstag wurden mehr als 700.000 Corona-Infektionen und mehr als 31.000 Todesopfer gezählt.

RND/dpa

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