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Hilft Biontech gegen Omikron? Und was bedeutet das für andere Corona-Impfstoffe?

Verbrauchte Ampullen mit dem Biontech-Impfstoff Comirnaty bei einer Impfaktion.

Die genetischen Eigenschaften der neuen Virusvariante Omikron bereitet Fachleuten Sorge. Einige der festgestellten Mutationen betreffen Positionen, die wichtig für die Bindung von Antikörpern sind. Dass diese für den Immunschutz gegen das Coronavirus relevant sind, haben andere Varianten bereits gezeigt. Heißt also: Die körpereigene Immunität kann das Virus nicht mehr so gut bekämpfen. Der Schutz vor Omikron durch Impfung oder Infektion fällt wahrscheinlich schwächer aus.

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Das betrifft auch Menschen, die zweifach geimpft sind. Anhand erster vorläufiger Daten hat der Impfstoffhersteller Biontech kurz nach dem Auftauchen der Variante bereits im Labor nachgewiesen, dass es höhere Antikörpertiter braucht, um eine neutralisierende Wirkung zu gewährleisten. Was das konkret für das Krankheits- und Sterberisko bedeutet, ist zwar noch unklar – es braucht umfassendere Studien. Aber bestätigt sich der Verdacht, könnten Menschen mit einer Grundimmunisierung oft nicht genügend Antikörper haben, um Omikron zu neutralisieren – wodurch insbesondere der Schutz vor einer Ansteckung geringer ausfällt.

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Biontech-Impfung: Der Booster macht sie wirksamer gegen Omikron

Bei Moderna laufen gerade noch die Experimente – in wenigen Tagen will der Hersteller ebenfalls erste Ergebnisse dazu verkünden, wie effektiv der eigene mRNA-Impfstoff noch ist. Expertinnen und Experten halten das Ergebnis von Biontech aber für übertragbar auf andere Impfungen. Sie rechnen deshalb damit, dass es mit der Ausbreitung von Omikron bei allen Geimpften vermehrt zu Durchbruchsinfektionen kommen könnte. Die gute Nachricht ist aber: Es gibt eine Lösung. Denn ein Booster erhöht das Level der neutralisierenden Antikörper um ein Vielfaches – auch bei der neuen Mutante.

Booster ist die neue vollständige Impfung

Mit dem Booster bleibt die Biontech-Impfung ausreichend wirksam, betont der Hersteller. Biontech-Chef Ugur Sahin sagte diese Woche, dass der Schutz vor Krankheit und Tod mit einer Auffrischung wahrscheinlich sogar ähnlich hoch ausfalle wie nach der Zweifachimpfung beim Ursprungsvirus. Der Booster ist also quasi die neue vollständige Impfung. Unklar ist noch, wie lange der Schutz nach der Auffrischung ausreichend bleibt.

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Die Impfung ist aber auch ohne den Booster nicht komplett nutzlos. Auch bei Omikron helfen Erst- und Zweitimpfung immer noch besser als gar keine. Ein Basisschutz vor Krankheit und Tod bleibt, lassen bisherige Erkenntnisse laut Biontech vermuten. Es sieht so aus, als wenn weitere wichtige Teile des Immunsystems, die nichts mit den Antikörpern zu tun haben, immer noch anspringen, um dem Virus die Stirn zu bieten und das Allerschlimmste zu verhindern. Und bei all der Aufregung um die neue Immunfluchtvariante sollte auch noch ein weiteres Problem nicht aus dem Blick geraten: Delta. Eine Impfung, besser noch mit Booster, schützt auch bei dieser Variante. Und die dominiert aktuell noch das Infektionsgeschehen.

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