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  • Corona heute: Aktuelle Zahlen am 31.03.2020: Länder, Infizierte, Tote, Genesungen

Aktuelle Zahlen zum Coronavirus: Länder, Infizierte, Todesfälle und Genesungen im Überblick

  • Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen steigt täglich.
  • Auch die bestätigten Fälle in Deutschland und Europa nehmen zu.
  • Aktuelle Zahlen zu Infizierten, Todesfällen und Genesungen auf der ganzen Welt.
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Seit dem Ausbruch der Atemwegserkrankung Covid-19 mehren sich täglich die Zahlen zu Neuinfektionen und Todesfällen auf der gesamten Welt. Der Erreger, Sars-CoV-2, ein neuartiges Coronavirus, greift auch in Deutschland und anderen Ländern Europas immer weiter um sich. Gesundheitsbehörden bezeichnen die Situation als dynamisch, sie könne sich jederzeit verändern.

Wie viele Menschen sind infiziert und welche Länder sind betroffen? Wie viele Todesfälle und Genesungen gibt es? Hier informieren wir Sie täglich über aktuelle Zahlen zur Coronavirus-Pandemie.

Warum gibt es unterschiedliche Angaben zu Infizierten?

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Als Quelle für die Informationen in diesem Artikel dienen Daten, die das amerikanische Center for Systems Science and Engineering (CSSE) an der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore täglich mehrmals aktualisiert und auf einer Website veröffentlicht.

Die Forscher suchen im Internet nach öffentlich zugänglichen Quellen und schöpfen dort die neuesten Zahlen ab. Das sind neben Internetseiten von Behörden und Organisationen sowie deren Twitteraccounts unter anderem auch Zahlen, die eine Internetcommunity von Medizinern in China ermittelt. Auch Berichte lokaler Medien fließen in die Daten mit ein. Aus diesem Grund weichen die CSSE-Zahlen in der Regel von denen des Robert-Koch-Instituts und der Gesundheitsministerien in Deutschland ab.

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Coronavirus aktuell: Zahl der Erkrankungen und Todesfälle

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  • Stand 31. März 2020 (11.24 Uhr) gibt es weltweit mehr als 788.000 bestätigte Infektionen, mehr als 37.000 Todesfälle und rund 166.000 Genesungen.
  • Etwa 82.000 der jemals infizierten Menschen leben in China, mehr als 100.000 in Italien und mehr als 87.000 in Spanien. In den USA sind mehr als 160.000 Menschen infiziert. In China ist der größte Teil der Erkrankten bereits wieder genesen.
  • In Deutschland sind etwa 67.000 Menschen infiziert, es gibt 650 Todesfälle und mehr als 13.000 Genesungen.
  • In Italien sowie in Spanien hat das Coronavirus inzwischen mehr Todesopfer als in China, dem Ursprungsland der Pandemie, gefordert.

Wo gibt es das Coronavirus? Alle Länder im Überblick

Erkrankungen wurden bisher in 177 Ländern festgestellt. In der folgenden Tabelle lässt sich nach allen Ländern suchen, in denen das Coronavirus offiziell bestätigt wurde. Hier finden Sie auch Zahlen zu allen Gestorbenen in einem Land.

Hinweis: Die Tabelle enthält Echtzeit-Daten und ist immer auf dem aktuellen Stand der Erhebung des CSSE.

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Coronavirus: Weltkarte zeigt Ausmaß in allen Ländern

Auf der folgenden Weltkarte ist das Ausmaß der Corona-Pandemie in den jeweiligen Ländern zu erkennen. Lag das Zentrum der Pandemie ursprünglich in China, gibt es mittlerweile mehr Fälle in Europa und in den USA.

Hinweis: Die Karte enthält Echtzeit-Daten und ist immer auf dem aktuellen Stand der Erhebung des CSSE.

Coronavirus: Wie unterscheidet sich der Verlauf in den Ländern?

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Die folgende Grafik zeigt den Verlauf der Pandemie in den am stärksten betroffenen Ländern weltweit. Da die Pandemie die Länder zu unterschiedlichen Zeiten erreicht hat, befinden sich diese auch in einem unterschiedlichen Stadium der Verbreitung. Um die Zahlen dennoch miteinander vergleichen zu können, normiert die Grafik alle Staaten auf den Tag mit erstmals mehr als 100 Infizierten. So zeigt sich etwa, dass Japan früh die Verbreitung verlangsamen konnte. Auch China und Südkorea haben es mittlerweile geschafft, die Zahl der neuen Fälle zu reduzieren. Die USA haben hingegen derzeit die Kurve mit dem steilsten Verlauf.

Hinweis: Um Erfolge der ergriffenen Maßnahmen sehen zu können, verwendet die Grafik eine logarithmische Darstellung. Das heißt, ein linearer Anstieg der Kurve bedeutet ein exponentielles Wachstum mit einer Verdopplung der Fallzahlen in regelmäßigen Abständen.

Wie viele Menschen sind in Deutschland infiziert?

Die folgende Karte zeigt die aktuellen Infiziertenzahlen und Todesfälle in Deutschland pro Bundesland. Diese Übersicht wird mehrmals täglich aktualisiert. Als Grundlage für die Zahlen dienen die Angaben der Gesundheitsministerien der Länder. Die Zahlen können wegen der unterschiedlichen Erhebungsmethoden von den oben genannten Zahlen des CSSE abweichen, meist sind sie etwas geringer.

Wie stuft die WHO die Gefährdungslage durch Sars-CoV-2 ein?

Das vom Coronavirus ausgehende Risiko schätzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit dem 28. Februar 2020 als “sehr hoch” ein. Am 11. März 2020 erklärte die WHO den Corona-Ausbruch offiziell zu einer Pandemie.

Was ist der offizielle Name des Coronavirus?

Auch wenn im Alltag und in Nachrichten weiterhin vom Coronavirus die Rede ist - die offizielle Bezeichnung für das Sars-ähnliche Virus ist: “Sars-CoV-2”. Auch die neuartige Lungenkrankheit, die durch das Virus ausgelöst wird, hat einen eigenen Namen. Dieser ist: “Covid-19” und setzt sich aus “Corona Virus Disease” und der Ziffer des Jahres, in dem es zum ersten Mal auftrat, zusammen.

Verantwortlich für die Namensgebung ist die Coronavirus-Studiengruppe des Internationalen Komitees zur Taxonomie von Viren (International Committee on Taxonomy of Viruses). Vorläufig wurde das Coronavirus von Fachleuten "2019-nCoV" genannt. Die neue, offizielle Bezeichnung ist maßgeblich für die künftige wissenschaftliche Bezeichnung, etwa in Studien.

Was ist das Coronavirus?

Das neuartige Virus gehört wie Mers (Middle East Respiratory Syndrome) und Sars (Severe Acute Respiratory Syndrome) zur Familie der Coronaviren. Diese sind bereits seit Mitte der sechziger Jahre bekannt und können bei Säugetieren, Vögeln und Fischen unterschiedliche Erkrankungen verursachen. Durch die hohe genetische Variabilität der Viren ist auch eine Übertragung auf den Menschen, so wie 2002/2003 bei Sars und 2012 bei Mers, möglich.

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In China breitet sich die von einem bislang unbekannten Virus verursachte Lungenkrankheit weiter aus, und die Suche nach einem Heilmittel läuft.  © AFP

Wo hat das Coronavirus seinen Ursprung?

Sars-CoV-2 trat erstmals in der chinesischen Stadt Wuhan (Hauptstadt der Provinz Hubei) auf. Vermutet wird, dass sich das Virus auf einem Tiermarkt der Stadt erstmals auf Menschen übertragen hat. Der betreffende Markt in Wuhan wurde nach dem Ausbruch geschlossen, der Handel mit Wildtieren in ganz China vorübergehend verboten. Der Tiermarkt konnte nicht definitiv als Ursprung ausgemacht werden, da es auch zu Beginn Infizierte gegeben haben soll, die nicht mit diesem Tiermarkt in Verbindung gebracht werden konnten.

Coronavirus: Welche Symptome gibt es?

Der Krankheitsverlauf ähnelt in einigen Fällen Grippesymptomen. Husten, Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen und Halsschmerzen gehen mit hohem Fieber über 38 Grad einher. Es gibt aber auch viele milde Verläufe. Das Coronavirus verbreitet sich auch von Mensch zu Mensch bei schwacher Ausprägung.

Laut RKI und Virologen gebe es viele Menschen mit milden Symptomen, wie bei einer Erkältung, die die unteren Atemwege betrifft. Diese seien für den Einzelnen ohne Vorerkrankungen im Prinzip kein Problem. In der weit überwiegenden Zahl der Fälle - der Gesundheitsbehörde zufolge mehr als 80 Prozent - zeigen Menschen, die sich mit dem Covid-19-Erreger angesteckt haben, nur milde Symptome. Knapp 14 Prozent der Betroffenen entwickeln allerdings schwere Symptome wie Atemnot, knapp 5 Prozent lebensbedrohliche Auswirkungen wie Atemstillstand, septischen Schock oder Multiorganversagen.

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Die Angst vor dem Coronavirus steigt vielen zu Kopf. Fake News, Irreführende Gerüchte und viel Panikmache helfen da nicht.  © Marc Mensing/RND

Wie gefährlich ist das Virus?

Laut WHO ist eine von fünf Personen auf medizinische Hilfe im Krankenhaus angewiesen. Außerhalb von Wuhan beziffert die WHO die Mortalität auf ungefähr 0,7 Prozent. Für die Gefährlichkeit in Deutschland schätzt Virologe Christian Drosten ein (Stand: 2. März): “Im Moment befinden wir uns in einem Korridor von 0,3 bis 0,7 Prozent.”

Nach einer von Chinas Gesundheitsbehörde vorgestellten Analyse sterben im Land 2,3 Prozent der mit Sars-CoV-2 Infizierten. Besonders gefährdet sind laut WHO vor allem ältere Menschen ab dem 60. Lebensjahr und solche mit schweren Vorerkrankungen wie Herzkreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs. Bei Menschen über 80 Jahren liegt die aus den dort vorliegenden Daten errechnete Todesrate bei knapp 15 Prozent, es sterben also in dieser Altersgruppe in China im Mittel etwa 15 von 100 Infizierten. Kinder hingegen weisen bislang kaum Symptome auf.

Wie hoch ist die Sterblichkeit beim Coronavirus?

Auch der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte unter Bezug auf die Datenanalyse aus China von gut 80 Prozent milden Infektionsverläufen gesprochen. Es gebe zudem relativ wenige Fälle bei Kindern, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus. Noch sei unklar, warum das so sei.

Experten gehen davon aus, dass die Sterblichkeit eigentlich geringer ist als in China errechnet, unter anderem weil in der chinesischen Statistik viele mild verlaufende Infektionen gar nicht erfasst werden. Gesicherte Analysen zur Sterblichkeit aus anderen Ländern gibt es bisher aber nicht.

Der am Coronavirus forschende Virologe Christian Drosten von der Berline Charité warnte schon länger davor, sich angesichts der geographischen Distanz zu China keine Gedanken zu machen. Er ging bereits im Januar von einer realistischen Pandemie-Gefahr aus, sagte Drosten im RND-Interview.

Welche Übertragungswege gibt es?

Es wird vermutet, dass das Virus außerhalb des menschlichen Körpers wenige Stunden bis mehrere Tage überleben kann. Übertragen wird es höchstwahrscheinlich durch Tröpfcheninfektion über engen Kontakt zu hustenden und niesenden Infizierten. Auch über das Verdauungssystem könnte das Virus möglicherweise verbreitet werden, vermuten Mediziner. Die Inkubationszeit beträgt laut WHO ein bis 14 Tage, durchschnittlich seien es fünf Tage. Auswertungen aus China gehen davon aus, dass die Inkubationszeit in seltenen Fällen bis zu 24 Tage andauern kann.

Unter Berücksichtigung der Übertragungswege in China gehen Forscher davon aus, dass jeder Infizierte im Durchschnitt 2,2 andere Menschen ansteckt. Die Rate liegt höher als bei der gewöhnlichen Grippe. Wie der Virologe Christian Drosten (Charité Berlin) erklärte, vermehrt sich das Influenzavirus im Rachen, was es ansteckender mache als anfangs vermutet.

Welche Schutzmaßnahmen kann ich persönlich treffen?

Massenansammlungen von Menschen sollten in den vom Virus betroffenen Regionen gemieden werden, ebenso wie der enge Kontakt zu eventuell erkrankten Personen. Nach dem Essen und der Benutzung der Toilette sollten die Hände, wie sonst auch, mindestens 20 bis 30 Sekunden gründlich gewaschen werden. Die Gesundheitsbehörden raten in Zeiten wie diesen nach Möglichkeit davon ab, anderen Menschen die Hände zu schütteln und sie zu umarmen. Ältere und kranke Menschen sollten besonders auf Distanz achten.

Um die schnelle Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, können Schulen und Kitas geschlossen werden, Arbeitnehmer im Home Office arbeiten. Von Reisen in Risikogebiete wird abgeraten.

Die dünnen Masken, die man auf Chinas Straßen sehen kann, wehren Feinpartikel nicht ab und schützen dementsprechend auch nicht vor einer Tröpfcheninfektion. Gesunde Menschen sollten also keine Atemschutzmaske tragen. Sinnvoll sei es aber laut WHO, dass Menschen, die sich bereits angesteckt haben, FFP3-Masken tragen. So vermeiden sie die Verbreitung des Virus.

Coronavirus: Welche Behandlungsansätze gibt es und kann man sich impfen lassen?

Behandeln im eigentlichen Sinne kann man die Lungenkrankheit noch nicht, auch eine Impfung oder Medikamente gegen das Coronavirus gibt es noch nicht. Zudem ist das gesamte Spektrum der Symptome noch nicht richtig erfasst. So können höchstens einige Begleiterscheinungen gemildert werden, etwa durch die Einnahme bestimmter Antibiotika. Zur Behandlung des neuartigen Coronavirus haben chinesische Behörden erste Medikamente für klinische Versuche zugelassen. Mit einem Impfstoff wird nicht vor kommendem Jahr gerechnet.

Der neue Erreger hat eine Verbindung zum Sars-Virus von 2002/2003 – das hat bei der Suche nach Behandlungsmöglichkeiten Vorteile, sagen Experten. So könnte man bereits gewonnene Erkenntnisse nutzen, um Substanzen zu finden, die das Virus hemmen.

Ist das neue Coronavirus dasselbe Sars-Virus wie 2002?

Laut Virologen handele es sich bei dem neuartigen Coronavirus um einen Untertyp des Sars-Virus. 2002 hatte sich die ebenfalls durch ein Coronavirus verursachte Atemwegserkrankung von Südchina aus auf mehr als zwei Dutzend Länder ausgebreitet. Mehr als 800 Menschen starben. Rund 8000 Menschen infizierten sich damals mit der hoch ansteckenden Lungenkrankheit, die meisten in China. In Taiwan, Singapur, Hongkong und Kanada gab es ebenfalls viele Fälle. Auch in Europa gab es einige Erkrankte. In Deutschland wurden damals neun Fälle registriert, die aber laut WHO-Statistik alle geheilt werden konnten.

Welche Tiere haben das neue Coronavirus übertragen?

Chinesische Wissenschaftler vermuten, das neue Coronavirus Sars-CoV-2 habe seinen Ursprung in Fledermäusen. Dafür haben sie eigenen Angaben zufolge weitere Hinweise gefunden. Auch in einem Pangolin, einem Schuppentier, wurde ein Erreger gefunden, der dem Coronavirus stark ähnelt. Das Fleisch der Pangoline gehört in China zu den Delikatessen.

Der Virologe Christian Drosten (Charité Berlin) hält Berichte, Schuppentiere seien die Quelle, für wenig sinnvoll, da diese keine Fledermäuse fräßen. Er hält Fledermäuse für das Virus-Reservoir. Möglicherweise habe sich das Virus irgendwo in China Menschen angenähert, bevor es auf dem Markt in Wuhan eingeschleppt wurde, von wo die ersten Fälle gemeldet wurden. Es scheine so, als sei das Virus gut an den Menschen angepasst.

RND

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