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Verband: Fast jeder zweite PCR-Test in Deutschland positiv

PCR-Test im Labor

2.477.154 PCR-Tests wurden in der vergangenen Woche in Deutschland durchgeführt.

Die Corona-Fallzahlen in Deutschland erreichen täglich neue Höchstwerte. Entsprechend viel wird hierzulande auch getestet. In der vergangenen Woche wurden insgesamt 2.477.154 PCR-Tests durchgeführt, wie der Labor­verband der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) am Dienstag in einer Pressemitteilung mitteilte. Die bundesweit errechnete Positivrate stieg auf nunmehr 45,1 Prozent an (Vorwoche: 41,1 Prozent).

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Corona-Impfungen ab sofort bundesweit in Apotheken möglich

Mit zunächst mäßiger Beteiligung beginnt an diesem Dienstag eine bundesweite Impfkampagne in Apotheken.

In vielen Bundesländern sind dem Verband zufolge bereits mehr als die Hälfte aller ausgewerteten Proben positiv. Insgesamt habe es in der Woche vom 31. Januar bis 6. Februar 1.117.950 positive PCR-Befunde und damit einen neuen Höchstwert gegeben. In der Vorwoche waren noch rund 1.002.149 PCR-Tests positiv. „Je höher der Positivenanteil bei gleichzeitig anhaltend hohen Fallzahlen ist, desto höher wird die Anzahl unerkannter Infizierter in einer Population berechnet (Untererfassung)“, schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) zu dem Thema im jüngsten Corona-Wochenbericht.

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Seit Jahresbeginn wurden die wöchentlichen Testkapazitäten um 30 Prozent erhöht

Der ALM-Vorsitzende Michael Müller betont, dass trotz der hohen Auslastung von 93 Prozent alle beauftragten PCR-Untersuchungen durchgeführt werden konnten. „Das stimmt uns weiter zuversichtlich, auch den durch die Omikron-Welle entstehenden enormen Testbedarf zu bewältigen: Wir schaffen das gemeinsam!“, so Müller. Die medizinischen Labore können ihre Testkapazität für die laufende Woche sogar noch um weitere 4 Prozent auf nun circa 2,76 Millionen PCR-Tests ausbauen, heißt es in der Pressemeldung.

RKI-Chef Wieler: Deutschland steht vor einem Wendepunkt in der Corona-Pandemie

Die Omikron-Welle könne bald überstanden sein. Schwere Verläufe seien aber vor allem bei Ungeimpften weiterhin möglich, sagte RKI-Chef Lothar Wieler.

„Mit den aktuell verfügbaren PCR-Testkapazitäten können wir, trotz der erheblichen Belastung in den medizinischen Laboren, noch alle Untersuchungen zeitgerecht durchführen. Allein in den ersten Wochen des Jahres haben die Labore die wöchentlichen Kapazitäten um rund 30 Prozent erhöht“, fügt Nina Beikert, Mitglied im Vorstand des ALM, hinzu. Dies sei jedoch nur mit einer entsprechenden Planbarkeit möglich. „Die Labore beobachten die Entwicklung der Pandemie kontinuierlich und agieren hier mit Weitblick“, so Beikert.

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Anspruch auf PCR-Test nach positivem Schnelltest bleibt doch

Entgegen bisheriger Planungen soll es nun doch dabei bleiben, dass Bürger nach einem positiven Corona-Schnelltest auch einen Anspruch auf PCR-Nachtestung haben. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sprach am Dienstag in Berlin von einer „Veränderung der Position“. Seinen Angaben zufolge würde die vorhandene Kapazität bei PCR-Tests auch ausreichen, wenn eine tägliche Zahl von bis zu 450.000 Corona-Neuinfektionen erreicht würde. „Und ich glaube, dass wir das nicht erreichen werden.“

Es bleibt aber nach Lauterbachs Angaben dabei, dass Labore künftig vorrangig Proben von Risikogruppen, Beschäftigten in Kliniken, Praxen, in der Pflege und in Einrichtungen und Diensten der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung untersuchen sollen. Andere Proben rücken damit nach hinten, so dass es mit den Ergebnissen möglicherweise länger dauern könnte. Die Änderung der Testverordnung ist dem Gesundheitsminister noch in dieser Woche geplant.

RND/tmo/dpa

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