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Fast jeder zweite erwachsene Europäer hat bald Corona-Erstimpfung erhalten

  • Bis Ende des Monats soll fast jeder zweite erwachsene Europäer zumindest einmal gegen das Coronavirus geimpft sein.
  • Hierzulande wurden bisher 40 Prozent mindestens erstgeimpft, womit Deutschland im europaweiten Durchschnitt liegt.
  • Kommissionspräsidentin von der Leyen hatte das Ziel ausgegeben, mindestens 70 Prozent der Erwachsenen in der EU gegen Covid-19 zu impfen.
1:04 min
Insgesamt sind den Angaben zufolge bisher 40,4 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal und 14,3 Prozent vollständig geimpft. Die Impfkampagne in Deutschland hat Ende vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe.  © dpa
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Berlin/Brüssel. Deutschland liegt im Vergleich mit den anderen EU-Staaten im Impf-Durchschnitt. Wie die letzten Vergleichsdaten vom 21. Mai zeigten, waren an diesem Tag sowohl in Deutschland als auch im Rest der EU rund 40 Prozent der Erwachsenen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) sowie aus Angaben von Impfstoffherstellern und Daten der EU-Gesundheitsbehörde ECDC hervor.

Bis Ende des Monats sollen insgesamt 46 Prozent der Europäer - 170 Millionen Menschen - eine Erstimpfung erhalten haben. Das erklärte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach Angaben aus EU-Kreisen am Dienstag beim EU-Gipfel in Brüssel.

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113 Millionen Impfdosen mehr - Lieferungen übertreffen Erwartungen

In Deutschland haben nach RKI-Angaben vom Dienstag (Stand: 10.05 Uhr) 33,6 Millionen Menschen (40,4 Prozent) eine Erstimpfung erhalten, 11,9 Millionen (14,4 Prozent) sind vollständig geimpft. Am Montag wurden 287.574 Menschen in der Bundesrepublik immunisiert, 158.451 davon bekamen nun ihren vollen Impfschutz. Der Feiertag hatte die Zahl der Impfungen damit im Vergleich zur Vorwoche deutlich gedrückt, sieben Tage zuvor wurden mit 543.637 weitaus mehr Impfdosen verabreicht.

Europaweit nimmt die Impfkampagne derweil weiter Fahrt auf. Die Lieferungen im zweiten Quartal von April bis Juni übertreffen demnach die ursprünglichen Erwartungen: Es sollen 413 Millionen Impfdosen der Hersteller Biontech/Pfizer, Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson in der EU ankommen. Noch Anfang März hatte von der Leyen von 300 Millionen Dosen im zweiten Quartal gesprochen. Nach der jetzigen Prognose sollen es im dritten Quartal von Juli bis Ende September sogar 529 Millionen Dosen werden, im vierten Quartal dann noch einmal 452 Millionen.

Bis Juli sollen 70 Prozent der erwachsenen Europäer geimpft sein

Von der Leyen hatte das Ziel ausgegeben, mindestens 70 Prozent der Erwachsenen in der EU gegen Covid-19 zu impfen. Sie hält dies bis Juli für erreichbar, zumindest für die Erstimpfung. Die EU-Kommissionspräsidentin erklärte am Dienstag, dass bis 30. Mai in der EU etwa 300 Millionen Dosen Corona-Impfstoff ausgeliefert und davon 245 Millionen Dosen verabreicht worden sein.

Mit dem Fortschreiten der Impfkampagne wachsen derweil die Hoffnungen auf europaweite Öffnungsschritte. Die 27 EU-Staaten erklärten in einem Entwurf der Gipfelerklärung, angesichts der Impferfolge würden nun schrittweise Öffnungen wieder möglich. Dennoch sei wegen der Virusvarianten Wachsamkeit gefordert. Die 27 Staaten geloben laut Entwurf erneut ein koordiniertes Vorgehen und begrüßen die Einigung auf ein digitales Covid-Zertifikat als Nachweis für Impfungen, Tests oder eine überstandene Infektion. Gefordert sei nun eine rasche Änderung der Reiseempfehlungen innerhalb der EU.

Sieben-Tage-Inzidenz sinkt in Deutschland auf 58,4

Die Infektionszahlen gehen derweil weiter zurück. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1911 Corona-Neuinfektionen, wie aus dem Stand des RKI-Dashboards vom Dienstagmorgen (06.05 Uhr) hervorgeht. Vor einer Woche hatte der Wert bei 4209 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Dienstagmorgen mit bundesweit 58,4 an (Vortag: 62,5; Vorwoche: 79,5).

An Feiertagen wie Pfingsten suchen aber weniger Menschen einen Arzt auf, wodurch auch weniger Proben genommen werden und es weniger Laboruntersuchungen gibt; daher werden weniger Neuinfektionen gemeldet. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Montagabend bei 0,84 (Vortag: 0,87). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 84 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 33 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 221 gewesen.

RND/dpa

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