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Falschinformationen und Verschwörungstherorien: WHO will Corona-Informationsflut bekämpfen

  • Im Zuge der Corona-Pandemie bekommen die Menschen laut WHO zu viele falsche und missverständliche Informationen.
  • Eine unüberschaubare Menge an Informationen könne sich negativ auf die Gesundheit auswirken.
  • Im Kampf gegen eine Informationsflut möchte die WHO den Informationsfluss in sozialen Medien messen.
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Genf. Im Kampf gegen ein Virus, dass Millionen Menschen in aller Welt bedroht, gibt es eine zweite Front: die Informationsflut mit vielen falschen und missverständlichen Informationen, die das Vertrauen der Menschen in Behörden und Experten zu untergraben droht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Wissenschaftler aus zahlreichen Disziplinen und Ländern zusammengebracht, die eine völlig neue Forschungsdisziplin schaffen wollen: Infodemiologie. Das ist das Ergebnis einer Online-Konferenz, die am Dienstag zu Ende gegangen ist. Beteiligt waren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Disziplinen wie Mathematik, EDV, Soziologie, Psychologie, Gesundheit, Kommunikation und anderen.

Falsche Informationen verunsichern die Menschen

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hatte schon zu Anfang der Coronavirus-Pandemie vor einer "Infodemie" gewarnt, die Menschen mit einer schier unendlichen Flut von Information zu erschlagen drohte. Darunter seien Falschinformationen und Verschwörungstheorien, die Menschen verunsicherten. Wie dieses Phänomen in den Griff zu bekommen ist, soll die Disziplin der Infodemiologie zu Tage fördern.

Negative gesundheitliche Folgen bei zu vielen Informationen

Eine unüberschaubare Menge an Informationen könne sich negativ auf die Gesundheit auswirken, so die WHO, etwa weil sie Stress und Sorgen verstärken und Menschen womöglich dahin trieben, gefährlichen Ratschlägen zu folgen. „Es war noch nie deutlicher als heute, dass Kommunikation eine wesentliche gesundheitspolitische Intervention ist, die ebenso wie Epidemiologie, Virologie und klinisches Management zur Bekämpfung von Pandemien beiträgt“, so die WHO.

Es sei nötig, den Informationsfluss in sozialen Medien messen zu können, sagte Pier Luigi Sacco von der Universität IULM in Mailand. Offene Fragen seien unter anderem, wie Menschen lernen können, gute von schlechten Quellen zu unterscheiden, wie Missverständnisse beim Informationsaustausch durch kulturelle Verschiedenheiten unterbunden werden können, wie effektiver kommuniziert werden könne.

RND/dpa

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