Studie: Covid-19-Medikament Molnupiravir weniger wirksam als erhofft

  • Die Hoffnung auf einen Durchbruch im Kampf gegen Covid-19 war groß, als der Pharmakonzern Merck die ersten ermutigenden Zahlen seiner Corona-Pille Molnupiravir vorstellte.
  • Doch die Wirksamkeit ist laut einer neuen Studie geringer als erhofft.
  • Das Risiko, Krankenhaus zu landen oder zu sterben, ist demnach 20 Prozent niedriger als die vorläufigen Daten im Oktober vermuten ließen.
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Die Corona-Pille Molnupiravir des US-Pharma­konzerns Merck & Co. hat in einer neuen Studie eine geringere Effizienz zur Vermeidung einer Hospita­lisierung und von Todesfällen gezeigt als erhofft. Das Risiko, aufgrund von Corona nach Einnahme der Tablette im Krankenhaus zu landen oder zu sterben sei mit dem Medikament 30 Prozent niedriger, teilte Merck mit.

In Groß­britannien bereits zugelassen: Molnupiravir soll Risiko einer Hospita­lisierung verringern

Vorläufige Daten im Oktober jedoch hatten auf ein um 50 Prozent verringertes Risiko hingedeutet. Molnupiravir war in Groß­britannien als weltweit erstes Land Anfang November zugelassen worden. Erhalten dürfen das darin enthaltene Mittel Molnupiravir Corona-Infizierte, die das Risiko eines schweren Krankheits­verlaufs haben.

Das Medikament wirkt antiviral und verringert die Fähigkeit des Coronavirus, sich in den Körper­zellen zu vermehren. Somit bremst es die Weiter­entwicklung von Covid-19 ab. Die EU-Arzneimittel­behörde EMA prüft aktuell eine Zulassung und will nach eigenen Angaben „innerhalb weniger Wochen“ eine Stellung­nahme abgeben.

RND/Reuters/bk

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