Mehr Menschen in Schweden bekommen Booster-Impfung angeboten

  • Menschen ab 80 Jahren und Pflegebedürftige bekommen in Schweden nun ein Impfangebot für eine dritte Dosis.
  • Das teilte die schwedische Gesundheitsbehörde mit.
  • Sozialministerin Lena Hallengren erklärte indes, wie noch mehr Menschen zum Impfen bewegt werden sollen.
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Stockholm. Menschen ab 80 Jahren sowie Personen, die in der ambulanten oder stationären Altenpflege arbeiten, sollen in Schweden eine dritte Dosis des Covid-19-Impfstoffes erhalten können. Das hat die schwedische Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten am Dienstag bekannt gegeben. Bisher wurde in dem Land laut der schwedischen Zeitung „Aftonbladet“ eine der sogenannten Booster-Impfungen nur Menschen mit einem geschwächten Immunsystem angeboten.

Auch Personen, die in Altenheimen oder ähnlichen Anlagen wohnen sowie pflegebedürftige Personen sollen ein Angebot für eine dritte Impfung mit Moderna oder Biontech-Pfizer bekommen. Die Booster-Impfung könne verabreicht werden, sobald die vorherige Spritze gegen Covid-19 sechs Monate oder länger zurückliege. „Daten aus Schweden und anderen Ländern weisen darauf hin, dass die Wirkung jener Impfungen, die am zeitigsten im Impf-Prozess durchgeführt wurden, abzunehmen beginnt, hauptsächlich bei Personen ab 80 Jahren“, argumentiert die Gesundheitsbehörde in ihrer Mitteilung. In dieser Gruppe habe es auch die häufigsten Impfdurchbrüche gegeben.

Booster-Impfung für weitere Bevölkerungsgruppen?

„Ich glaube, dass die meisten genauso wie ich erwarten, dass Pflegekräfte und in Gesundheitsberufen Arbeitende mindestens doppelt geimpft worden sind“, sagte die schwedische Sozialministerin Lena Hallengren laut „Aftonbladet“. Ihr Ministerium werde sich an die Kommunen wenden, damit sich noch mehr dieser Menschen impfen lassen.

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Auch prüfe das schwedische Gesundheitsamt, ob für weitere Bevölkerungsgruppen eine dritte Impfung gegen das Coronavirus erforderlich sei. Vakzinreserven würden dafür zur Verfügung stehen – bisher habe man diese aber nicht antasten müssen.

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Gemeinsam mit Johan Carlson, Direktor der Gesundheitsbehörde „Folkhälsomyndigheten“, betonte Hallengren, dass der Impffortschritt Grund für die ab Mittwoch geltenden Lockerungen in dem skandinavischen Land seien. In Schweden sind knapp zwei Drittel der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft (Stand 24.9.2021). „Man kann so viele Menschen treffen, wie man will. Man kann die ganze Nacht durchtanzen und auch ins ausverkaufte Stadion gehen“, so Carlson und Hallengren.

RND/saf

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