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  • Corona-Ausbruch in Bremerhaven: 50 Neuinfektionen - Grenzwert überschritten

Bremerhaven überschreitet Corona-Grenzwert von 50 Neuinfektionen

  • Bremerhaven hat den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner überschritten.
  • Zuvor lag kein Landkreis über der kritischen Marke.
  • Auswirkungen auf geplante Lockerungen soll das nicht haben, da die Infektionen auf ein einzelnes Ereignis zurückgeführt werden können.
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Bremerhaven. Bremerhaven hat am Donnerstag den von Bund und Ländern vereinbarten Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen überschritten. Nach neuesten Laborergebnissen seien seit Mittwoch 27 Neuinfizierte mit Wohnsitz in Bremerhaven hinzugekommen, teilte der Magistrat mit. Davon stünden 26 im Zusammenhang mit der freikirchlichen Gemeinde, in der sich damit insgesamt 96 Menschen infiziert haben. Von ihnen wohnen 59 in Bremerhaven.

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Noch vor einem Tag (Stand 04.06.2020, 0 Uhr) gab es 134 Infizierte in Bremerhaven, was auf 100.000 Einwohner gerechnet einen akuten Wert von 117,9 Fällen ergibt. Innerhalb der vorangegengenen sieben Tage lag dieser Vergleichwert halbwegs stabil bei 36,1. Bremerhaven hat 113.634 Einwohner.

Auf der Stadthomepage wird bereits eine Infizierten-Zahl von 163 angegeben (Stand 04.06.2020, 12 Uhr), womit der Wert der vergangenen sieben Tage bei etwa 55 liegen dürfte*. Für eine valide Angabe des Verhältniswertes muss jedoch noch die offizielle Meldung abgewartet werden.

*Update vom 5. Juni: Nach offiziellen Angaben des RKI liegt der Wert bei 53,7 Infektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

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Lockerungen weiter wie geplant

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Auf die aktuellen Lockerungen der Corona-Beschränkungen habe die Entwicklung zunächst keinen Einfluss, sagte ein Sprecher der Stadt. Bisher gebe es keinen Hinweis für Infektionsketten außerhalb der Gemeinde und der betroffenen Familien. Ein großer Teil der positiven Corona-Befunde sei auf häusliche Kontakte zurückzuführen. Da in den Familien noch nicht alle Mitglieder getestet seien, sei auch weiterhin mit Corona-Befunden zu rechnen.

RND/vca/dpa

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