Aktuelle Zahlen zum Coronavirus: Grafiken, Karten, Tabellen

  • Weltweit nimmt die Zahl der Menschen mit einer erkannten Covid-19-Infektion weiterhin schnell zu.
  • Auch in Deutschland steigt die Zahl der Neuinfektionen wieder an.
  • Hier finden Sie aktuelle Zahlen zu Infizierten, Gestorbenen und Genesenen in allen Ländern.
Johannes Christ
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Weltweit steigt die Zahl der positiv auf Covid-19 Getesteten so schnell wie noch nie seit Beginn der Corona-Pandemie. Auch in Deutschland nimmt die Zahl der laborbestätigten Neuinfektionen wieder schnell zu. Die Zahl der Corona-Patienten, die ins Krankenhaus müssen oder sterben, bleibt zwar noch auf relativ niedrigem Niveau, steigt aber ebenfalls kontinuierlich an. Wie viele Todesfälle und Genesungen gibt es weltweit? Wie ist die Situation in Deutschland? Wie ausgelastet sind die Krankenhäuser?

Hier informieren wir Sie täglich über aktuelle Fallzahlen in allen Ländern und die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland.

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Coronavirus in Deutschland, USA und weltweit (30. Oktober)

Als Quelle für die folgenden Zahlen dient das amerikanische Center for Systems Science and Engineering (CSSE) an der Johns Hopkins University (JHU) in Baltimore, USA. Alle Angaben ohne Gewähr. Bei den Infiziertenzahlen handelt es sich um laborbestätigte Fälle, deren Höhe auch vom Umfang der Tests in dem betreffenden Land abhängt.

Stand: 30.10.2020 (23.27 Uhr)

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  • Deutschland: 517.720 Infektionen, 10.391 Todesfälle, 346.941 Genesungen
  • USA: 9.018.524 Infektionen, 229.356 Todesfälle, 3.554.336 Genesungen
  • Weltweit: 45.426.839 Infektionen, 1.185.760 Todesfälle, 30.396.286 Genesungen

Coronavirus: Wie viele Menschen stecken sich täglich in Deutschland an?

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Die blaue Kurve in der Grafik oben zeigt die gemeldeten neuen Corona-Infektionen pro Tag nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI). Der Verlauf schwankt im Wochentakt, weil am Wochenende weniger getestet wird als an Werktagen. Das RKI leitet aus den gemeldeten Fällen im Nachhinein den tatsächlichen Krankheitsbeginn ab. Dieser kann allerdings erst mit Verzögerung ermittelt werden, weshalb die rote Kurve den Stand bis vor einigen Tagen zeigt. Die Zahl der erkannten Neuinfektionen in Deutschland war seit Ende März zunächst rückläufig. In der Folge kam es in einigen Regionen zu erneuten Ausbrüchen. Zuletzt stiegen die Zahlen jedoch wieder flächendeckend an. Die Daten werden täglich aktualisiert.

Coronavirus: Wo stecken sich in Deutschland die meisten Menschen an?

Entscheidend für die Politik ist die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen in den einzelnen Regionen. Nachdem über einige Monate hinweg nur einzelne Kreise und kreisfreie Städte über einem Wert von 50 lagen, haben zuletzt zahlreiche Regionen diese Grenze überschritten. Viele liegen sogar bereits über 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und sind dann in der Regel mit Namen in der Karte vermerkt. Wählen Sie “Tabelle” aus, um sich die Kreise und kreisfreien Städte geordnet nach Fallzahlen anzeigen zu lassen. Dort können Sie auch nach Ihrer Region suchen. Die Karte basiert auf Angaben des Robert Koch-Instituts, das täglich die Daten aktualisiert.

Corona-Pandemie: Wie ist die Situation in den europäischen Regionen?

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Die Karte oben zeigt die Zahl der laborbestätigten Neuinfektionen mit Covid-19 pro 100.000 Einwohner in den europäischen Regionen über einen Zeitraum von 14 Tagen (14-Tage-Inzidenz). In Deutschland ist dieser Wert zuletzt zwar rasant gestiegen. In Nachbarländern wie Tschechien, den Niederlanden, Belgien und Frankreich hat sich das Virus aber bereits deutlich stärker verbreitet. Einige Regionen am Rand Europas sind vergleichsweise wenig betroffen, so etwa Teile Griechenlands und Skandinaviens. Wählen Sie “Länder” aus, um sich die Werte auf nationaler Ebene anzusehen. Die Daten kommen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC), einer Agentur der Europäischen Union, und werden wöchentlich aktualisiert. Die ECDC betrachtet die zurückliegenden 14 Tage, während sich der maßgebliche Wert des Robert-Koch-Instituts (RKI) auf einen Zeitraum von sieben Tagen bezieht (7-Tage-Inzidenz). Die europaweiten Werte des ECDC sind also nicht unmittelbar mit den deutschen Werten des RKI vergleichbar.

Corona-Pandemie: Wie ist die Lage in den Ländern weltweit?

Die Tabelle oben zeigt die Länder in der Reihenfolge der Zahl der jemals positiv auf Covid-19 Getesteten. Die meisten Menschen mit eine nachgewiesenen Infektion leben in den USA, in Indien und Brasilien. Die weiteren Spalten der Tabelle enthalten Zahlen zu den derzeit Infizierten, zu den wieder Genesenen und den Toten. Klicken Sie auf den Kopf einer Spalte, um die Tabelle nach diesem Wert absteigend oder aufsteigend zu ordnen. Geben Sie ein Land in die Suche ein, um sich die jeweiligen Werte anzeigen zu lassen.

Coronavirus: Wie entwickeln sich die Fallzahlen im Zeitverlauf?

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Weltweit steigt die Zahl der erkannten Infektionen mit Covid-19 trotz scharfer Gegenmaßnahmen in vielen Erdteilen weiterhin stark an. Auch die Zahl der Toten steigt nach wie vor schnell. Ende September wurde die Marke von einer Million Todesfälle überschritten.

Coronavirus: Wie unterscheidet sich der Verlauf in den Ländern?

Die obige Grafik zeigt den Verlauf der Pandemie in allen Ländern. Der Maßstab ist die Zahl der erkannten Neuinfektionen im Durchschnitt der vergangenen sieben Tage je eine Million Einwohner. Die Umrechnung der Zahl der Neuinfektionen auf die Einwohnerzahl ermöglicht einen Vergleich von kleinen und großen Ländern. Da die Pandemie die Länder zu unterschiedlichen Zeitpunkten erreicht hat, befinden sich diese auch in einem unterschiedlichen Stadium der Verbreitung. Um die Zahlen dennoch miteinander vergleichen zu können, normiert die Grafik alle Staaten auf den Tag mit der ersten erkannten Infektion. Die Grafik verwendet Daten der Johns Hopkins University, die täglich aktualisiert werden.

Auf welchen Kontinenten sterben die meisten Menschen am Coronavirus?

Die Pandemie hat sich seit ihrem Beginn Anfang des Jahres einmal über den gesamten Erdball geschoben. Ausgehend vom chinesischen Wuhan erreichte das Coronavirus zunächst andere asiatische Länder und schließlich Europa. In den USA kam es im Frühjahr zu ersten Ausbrüchen. Im Anschluss stiegen in zahlreichen Ländern Mittel- und Südamerikas die Fallzahlen stark an. Zuletzt kehrte es wieder mit Wucht nach Europa zurück. Mit wenigen Wochen Verzögerung schlugen sich die gestiegenen Fallzahlen jeweils auch in der Todesfallstatistik nieder. In Europa starben auf dem bisherigen Höhepunkt Mitte April fast 4000 Menschen am Tag, vor allem in Italien, Spanien, Frankreich und Großbritannien. Seither hat sich der Wert zunächst deutlich reduziert und ist zuletzt wieder etwas angestiegen. Auch in Nordamerika, Mittel- und Südamerika sind die Todeszahlen rasant gestiegen und anschließend in beiden Erdteilen wieder etwas gesunken. Insgesamt sterben derzeit täglich rund 6000 Menschen an und mit Covid-19 – etwas weniger als auf dem bisherigen Höhepunkt der Krise Mitte April. Die Daten stammen von der John Hopkins University und werden täglich aktualisiert. Klicken Sie in der Grafik oben auf “Prozent”, um sich die Anteile der Kontinente im Zeitverlauf anzeigen zu lassen.

Coronavirus: Welche Länder melden die meisten Todesfälle?

Die Grafik oben zeigt die Zahl der im Durchschnitt der vergangenen sieben Tage pro Tag gemeldeten Todesfälle je eine Million Einwohner. In der Liste sind nur Länder mit mehr als acht Millionen Einwohnern und mindestens 0,5 Todesfällen im Tagesdurchschnitt pro Million Einwohnern enthalten. Nachdem viele Wochen überwiegend Länder aus Mittel- und Südamerika auf den vorderen Plätzen lagen, sind zuletzt wieder vermehrt europäische Länder betroffen.

Corona: Wie ist die aktuelle Situation in Deutschland?

Die Karte oben zeigt die kumulierte Zahl der jemals Infizierten (also inklusive der Genesenen und der Toten) und die Zahl der Todesfälle in Deutschland und in den einzelnen Bundesländern. Die Kreise im Hintergrund zeigen die entsprechenden Werte für die Kreise und kreisfreien Städten. In Süddeutschland und Nordrhein-Westfalen wurden die meisten Infektionen mit dem Coronavirus entdeckt, Ost- und Norddeutschland ist vergleichsweise wenig von der Pandemie betroffen. Die Daten für die Regionen stammen vom Robert Koch-Institut und werden täglich aktualisiert. Die Daten für Gesamtdeutschland kommen von der Johns Hopkins University (JHU) und werden mehrmals täglich aktualisiert. Wählen Sie “Verlauf in Deutschland” aus, um sich die Entwicklung der Zahl der Infizierten, Genesenen und Gestorbenen anzusehen.

Infektionsgeschehen: Wie verläuft die Reproduktionszahl R?

Bei einer Reproduktionszahl von eins infiziert eine Person im Durchschnitt eine weitere. Liegt der Wert darüber, steigen also auch die Fallzahlen. Fällt er unter eins, infizieren sich im Schnitt weniger Menschen als gesunden oder im schlimmsten Fall sterben. Nach den Gegenmaßnahmen wie dem Verbot von Großveranstaltungen, den Schulschließungen und Kontaktbeschränkungen fiel der Wert R auf einen Wert unter eins. Seit den Lockerungen Mitte Mai lag der Wert meist über der kritischen Schwelle. Die Reproduktionszahl R bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen als die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen. Bei einer niedrigen Zahl aktiver Fälle können auch lokale Ausbrüche den R-Wert für das gesamte Bundesgebiet in die Höhe treiben. Nach den Infektionen im Schlachthof Tönnies beispielsweise stieg die Reproduktionszahl für ganz Deutschland über zwei. Die Grafik basiert auf Angaben des Robert-Koch-Instituts, das täglich die Daten aktualisiert. Anders als die gemeldeten Neuinfektionen berechnet sich die Reproduktionszahl nicht tagesaktuell, sondern mit ein paar Tagen Verzögerung. Die R-Werte der einzelnen Tage können sich auch nachträglich noch ändern, wenn neue Informationen vorliegen. Zusätzlich gibt des Robert Koch-Institut ein Schätzintervall an, in dem R mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent liegt.

Corona in Deutschland: Wie häufig wird getestet?

Wie die Grafik oben zeigt, ist die Zahl der Tests im Verlauf des Sommers in Deutschland stark gestiegen, vor allem weil viele Urlaubsrückkehrer getestet wurden. Zuletzt wurden weit mehr als eine Million Covid-19-Tests pro Woche durchgeführt. Damit testet Deutschland mehr als viele andere Länder. Der Anteil der positiven Tests blieb zunächst relativ konstant bei rund 1 Prozent, stieg zuletzt aber schnell an. Die steigende Zahl der Tests war zunächst mit ausschlaggebend für die gestiegenen Fallzahlen. Zuletzt stieg die Zahl der Tests pro Woche entweder gar nicht oder deutlich weniger als die Zahl der positiven Ergebnisse. Die Testhäufigkeit ist also keine Erklärung für den jüngsten Anstieg der Fallzahlen.

Covid-19: Wie alt sind die Neuinfizierten?

Mitte April war an manchen Tagen fast ein Viertel der Neuinfizierten 80 Jahre und älter. Mittlerweile gehören anteilig deutlich weniger Neuinfizierte dieser Altersgruppe an. Der Anteil der unter 35-Jährigen an den Neuinfizierten stieg dagegen von etwa einem Viertel auf zwischenzeitlich mehr als die Hälfte aller laborbestätigten Covid-19-Ansteckungen. Eine mögliche Erklärung: Weil vor allem jüngere Menschen vermehrt getestet werden, findet man bei ihnen deshalb auch mehr Infektionen. Zudem könnten sich junge Menschen häufiger infizieren, weil sie sich nicht mehr so genau an die Hygieneregeln halten. Zuletzt ist der Anteil der Älteren unter den positiv Getesteten aber wieder stetig gestiegen.

Covid-19: Warum steigt die Zahl der Toten nicht schneller an?

Die Zahl der Todesfälle ist zuletzt deutlich langsamer gestiegen als die Zahl der positiv auf Covid-19 Getesteten. Wie die folgende Grafik zeigt, war die überwiegende Zahl der Todesfälle im Frühjahr 2020 in der Altersgruppe der über 60-Jährigen und insbesondere der über 80-Jährigen zu verzeichnen. In der zweiten Jahreshälfte wurden dagegen größtenteils Infektionen von Menschen mittleren Alters entdeckt, die meisten Neuinfizierten gehören zur Altersgruppe von 15 bis 34 Jahren. Jüngere Menschen kommen nach wie vor besser mit der Infektion klar als ältere. Zudem haben sie in der Regel keine schwerwiegenden Vorerkrankungen, die einen schweren Verlauf der Krankheit begünstigen.

Covid-19: Wie entwickelt sich die Zahl der Intensivpatienten?

Zu Beginn der Corona-Pandemie stand über allem der Leitspruch „Flatten the Curve“. Gemeint war die Kurve mit den Corona-Infizierten auf der Intensivstation. Die Corona-Maßnahmen dienten vor allem dem Zweck, diese Kurve abzuflachen und eine Überforderung der Krankenhäuser zu vermeiden. Wie die Grafik oben zeigt, ist dieses Ziel zunächst erreicht worden: Der Anteil der Covid-19-Erkrankten auf der Intensivstation ist seit Mitte April innerhalb von 10 Wochen von etwa 3000 auf rund 300 gesunken und verharrte während des Sommers auf diesem Niveau. Parallel dazu verringerte sich die Zahl der Intensivpatienten mit Beatmung. Ein Grund für den Rückgang war die sinkende Zahl der Infizierten. Zudem musste ein kleinerer Anteil der Infizierten ins Krankenhaus. Das dürfte unter anderem daran liegen, dass die Zahl der Tests deutlich ausgeweitet wurde, so dass mehr Fälle mit leichtem Verlauf erkannt wurden als zu Beginn der Pandemie. Insbesondere in den jüngeren Altersgruppen, die nach wie vor besser mit Covid-19 zurechtkommen, wurden mehr Ansteckungen erkannt. Der Virologe Christian Drosten warnt allerdings davor, dass die Krankheit ausgehend von den Jüngeren auch wieder auf die Älteren übergreifen wird. Tatsächlich ist die Zahl der Intensivpatienten mit Covid-19 zuletzt wieder etwas gestiegen. Um die jüngste Entwicklung besser erkennen zu können, wählen Sie in der Grafik oben „seit August“ aus.

Corona-Pandemie: Wie ausgelastet ist das Gesundheitssystem aktuell?

Die Karte oben zeigt, wie viele Kapazitäten die deutschen Kreise und kreisfreien Städten in ihren Krankenhäuser derzeit zur Verfügung haben. Je dunkler das Rot, desto weniger Intensivbetten stehen zur Verfügung. Je dunkler das Blau, desto mehr Intensivbetten sind frei. Die Größe der Kreise zeigt die Zahl der Covid-19-Patienten, die ein Intensivbett belegen. Einige Regionen haben keinen Kreis, weil dort keine Corona-Patienten auf der Intensivstation liegen. Die Karte basiert auf Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), die täglich die Daten aktualisiert.

Warum unterscheiden sich die Zahlen der Johns Hopkins University von denen des RKI?

Die Forscher der Johns Hopkins University suchen im Internet nach öffentlich zugänglichen Quellen und schöpfen dort die neuesten Zahlen ab. Das sind neben Internetseiten von Behörden und Organisationen auch Berichte lokaler Medien. Aus diesem Grund weichen die Zahlen der Johns Hopkins Universität in der Regel von denen des Robert-Koch-Instituts in Deutschland ab.

Corona und Covid-19: Was ist das eigentlich?

Sars-CoV-2, Covid-19, Pandemie, Epidemie und Influenza – rund um das Coronavirus tauchen eine Menge Begriffe auf, deren Definitionen nicht immer im Detail bekannt sind. Hier erklären wir die wichtigsten Unterschiede:

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

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