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Drosten optimistisch: Können uns nächstes Jahr „weitgehend normal“ bewegen und verhalten

  • Christian Drosten blickt zuversichtlich auf das nächste Jahr.
  • Zwar werde es auch dann noch Vorsichtsmaßnahmen geben.
  • Einiges werde sich für die Menschen aber normalisieren, meint der Virologe.
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Berlin. Christian Drosten blickt zuversichtlich auf das nächste Jahr: „Ich glaube, dass wir nächstes Jahr um diese Zeit sehr viel weiter sind“, sagte der Chefvirologe der Berliner Charité beim „Junge Elite Gipfel 2020“ des Wirtschaftsmagazins „Capital“. Zwar werde es immer noch Vorsichtsmaßnahmen geben, allerdings würden sich die Menschen dann „weitgehend normal“ bewegen und verhalten können.

Drosten widersprach der Aussage, dass derzeit Virologen und Epidemiologen die Geschicke des Landes bestimmten. Entscheidungen träfen noch immer Politiker, seine Kollegen und er könnten lediglich beraten und wissenschaftliche Einschätzungen abgeben. „Ich glaube nicht, dass ich etwas mit Autorität beeinflussen kann“, sagte Drosten und bezeichnete sich selbst als ein „kleines Rädchen“.

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Drosten lobt Impfstoffsuche

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Drosten gehört zu den profiliertesten und gleichzeitig umstrittensten Virologen des Landes. Er berät die Bundesregierung. Auf Demonstrationen der „Querdenken“-Intitiative gibt es immer wieder harte Kritik an seinen Aussagen.

Drostens Optimismus dürfte auch durch die jüngsten Erfolge in der Impfstoffsuche begründet sein. Zuletzt lobte er die Fortschritte des Mainzer Unternehmens Biontech: „Man sieht im Moment einen Schutz gegen die Infektion, der beeindruckend ist“, sagte Drosten vergangene Woche in seinem Podcast „Coronavirus-Update“.

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Mit anderen Virologen warb er zudem dafür, stärker auf Schnelltests zu setzen. Die Wissenschaftler sehen in ihrem Einsatz großes Potenzial. „Die unmittelbare Verfügbarkeit von Testergebnissen könnte neuartige Gesundheitskonzepte ermöglichen, bei denen die Entscheidung über eine Isolation auf dem Testen der Infektiosität und nicht der Infektion basiert“, heißt es zu einer Studie, an der Drosten beteiligt war.

Schnelltests und Impfungen könnten also helfen, Drostens Prognose nächstes Jahr Wirklichkeit werden zu lassen.

pach/dpa/RND

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