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Kommentar

Chinas Null-Covid-Strategie ist eine Gefahr für die ganze Welt

Ein Arbeiter in einem Schutzanzug sprüht Desinfektionsmittel um eine der Absperrungen, die im Rahmen der Corona-Kontrollen in einem abgesperrten Viertel in Peking errichtet wurden.

Ein Arbeiter in einem Schutzanzug sprüht Desinfektionsmittel um eine der Absperrungen, die im Rahmen der Corona-Kontrollen in einem abgesperrten Viertel in Peking errichtet wurden.

China sitzt in der Corona-Falle. Trotz Lockdowns, täglichen Massentests, Zwangsquarantäne und Kontaktverfolgung verzeichnet das Land Rekordinfektionszahlen. Was das bedeutet, sollte eigentlich jedem längst klar sein: Null-Covid funktioniert nicht.

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Warum China trotzdem an der Strategie festhält, das Virus ein für alle Mal auszulöschen, ist unbegreiflich. Alle Alarmsignale werden von der Regierung bewusst ignoriert. Dabei schadet diese Unbelehrbarkeit der Wirtschaft des Landes, sorgt für Frust in der Bevölkerung und könnte gleichzeitig verheerende Folgen für den Rest der Welt haben.

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Hohe Infektionszahlen, hohes Mutationsrisiko

Denn viele Ansteckungen bedeuten für das Coronavirus viele Möglichkeiten zu mutieren. Es könnte ansteckender, immunflüchtiger, vielleicht auch gefährlicher werden. Die Evolution des Virus ist noch immer unvorhersehbar.

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Genau das ist das Risiko, das China gerade eingeht. Kommt es zum Worst Case, wäre es nur eine Frage der Zeit, bis ein neuer mutierter Erreger seinen Weg in andere Länder finden würde. Dass Corona dazu in der Lage ist, hat das Virus inzwischen mehrfach unter Beweis gestellt. Klar also, dass Fachleute wie der Berliner Virologe Christian Drosten mit Sorge auf die aktuellen Entwicklungen in China blicken.

In Chinas Impfquote klafft eine gewaltige Lücke

China darf nicht noch einmal zum Corona-Problem für die ganze Welt werden. Was es heißt, wenn in dem Land ein Coronavirus unkontrollierbar zirkuliert, musste die Weltgemeinschaft zuletzt 2019 schmerzhaft erfahren, dem Geburtsjahr der Pandemie. Es ist also höchste Zeit, dass die chinesische Regierung einsieht, dass ihre Null-Covid-Strategie gescheitert ist und sie aufgibt.

Stattdessen sollte China lieber zusehen, dass es die massive Impflücke in der älteren Bevölkerung stopft. Nur 40 Prozent der über 80-Jährigen sind bislang dreimal gegen Covid-19 geimpft, und dann auch noch mit Impfstoffen – hauptsächlich Sinopharm und Sinovac –, die nachweislich wenig wirksam gegen die Omikron-Variante sind. Dabei haben gerade Ältere ein erhöhtes Risiko, schwer zu erkranken. Nur wenn auch sie ausreichend geschützt sind, kann es China gelingen, aus der selbst gebauten Corona-Falle zu entkommen.

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