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  • Brustkrebstherapie: Revolution durch Antikörper? Neue Ansätze machen Hoffnung

Arzt: Antikörper könnten Brustkrebstherapie revolutionieren

  • Brustkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen.
  • Neue Ansätze machen Hoffnung, etwa eine Behandlung mit Antikörpern, erklärt der Mediziner Christian Schem im RND-Interview.
  • Bei all dem Fortschritt bleibe Brustkrebs aber wahrscheinlich eine Krankheit, die nie ganz verstanden werden könne.
Alice Mecke
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Hannover. Schätzungsweise erkranken jedes Jahr 75.000 Frauen in Deutschland an Brustkrebs. Die Krankheit kann tödlich enden, wenngleich die Heilungschancen als relativ hoch eingeschätzt werden. Der drängende Wunsch von Betroffenen: eine geeignete Therapie, Heilung oder zumindest eine Verlängerung der Lebensdauer. Auch Mediziner und Forscher verfolgen diese Ziele mit Hochdruck.

Wo die Forschung derzeit steht, ob die Corona-Krise für einen Einbruch gesorgt hat und warum der Krebs möglicherweise nie vollständig erforscht werden kann, erklärt Christian Schem im RND-Interview. Der Brustkrebsexperte ist Partner und leitender Arzt am Mammazentrum in Hamburg. Einen wichtigen Tipp für alle Coach-Potatoes hat der Hamburger außerdem.

Herr Schem, wie hoch sind im Allgemeinen die Heilungschancen bei der Diagnose Brustkrebs?

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Wenn man das über alle verschiedenen Subtypen mit Mammakarzinom betrachtet, dann gibt es sicherlich eine über 85-prozentige Heilungschance – was schon mal sehr gut ist. Man kann heute durch Vorsorge eine Menge erreichen. Wenn man den Tumor früh erkennt und das “Glück” hat, in der Gruppe Hormonrezeptor-positiv zu landen, also ohne dass die Lymphknoten befallen sind, haben Patientinnen die besten Chancen, dass der Tumor gut geheilt werden kann.

Es sind sogar einige Subtypen bekannt, die mit einer Antikörperbehandlung bei weit über 90 Prozent Heilungserfolg liegen. Wir haben beim HER-2/neu-positiv-Mammakarzinom (mittleres bis hohes Risiko) lange Überlebensdaten aus frühen Studien, teilweise zehn Jahre Überlebensraten von 96 Prozent. 96 Prozent bedeutet, dass von 100 Patienten nach zehn Jahren noch 96 Patienten leben – und das ist sensationell. Die Studie bezieht sich zwar auf ein sehr selektives Kollektiv, aber es soll den Patienten zeigen, dass die Prognose mit einer Antikörperbehandlung bei bestimmten Subtypen exzellent ist.

Seit 2018 ist Christian Schem Partner und Leitender Arzt im Mammazentrum Hamburg. © Quelle: Martin Zitzlaff, Hamburg

Was ist das Besondere an einer Antikörperbehandlung?

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Antikörper-Medikamenten-Kombinationen kann man sich folgendermaßen vorstellen: Sie haben einen Antikörper. Der hängt über einem Linker, einem Chemotherapeutikum, und der Antikörper dockt an einer Oberflächenstruktur an der Tumorzelle an und transportiert so ein Chemotherapeutikum zielgerichtet zur Tumorzelle. Da gibt es momentan viele Entwicklungen. Die Behandlung wird derzeit in einer Riesenstudie erforscht und wir sind alle sehr gespannt, was dabei rauskommt. Es könnte die komplette Krebsbehandlung revolutionieren.

“Flut” an neuen Therapien erwartet

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Welche neuen Behandlungsmethoden oder Medikamente können Patienten derzeit weitere Hoffnung machen?

Es werden ständig neue Medikamente getestet und untersucht und wir stehen vor einer Flut von sogenannten zielgerichteten Therapien und Checkpoint-Inhibitoren. Das ist eine Immunbehandlung, die in Kombination mit beispielsweise PARP-Inhibitoren eingesetzt wird. Diese Medikamente werden gezielt bei Patientinnen eingesetzt, die bestimmte Mutationen in ihrem Brustkrebsgen haben und bereits einen fortgeschrittenen oder metastasierten Tumor aufweisen. PARP-Inhibitoren hemmen Enzyme, die für die Reparatur geschädigter DNA wichtig sind. Dadurch entstehen bei der Zellvermehrung irreparable Schäden der Tumorzelle, die diese in den Zelltod treiben.

Wir sehen enorme Verbesserungen des krankheitsfreien Überlebens und auch des gesamten Überlebens. Dass die Patientinnen in dem Stadium länger leben, ist ein enormer Fortschritt.

Darüber hinaus gibt es Medikamente, die man schon aus der Metastasierung kennt, die jetzt aber auch in früheren Situationen, also bei frisch diagnostizierten Mammakarzinomen eingesetzt werden. Wenn eine Hochrisikosituation festgestellt wird und diese Medikamente parallel zur Antihormontherapie beispielsweise gegeben werden, kann man die Situation nachweislich deutlich verbessern. Teilweise sind die Medikamente noch nicht zugelassen, aber Untersuchungen zeigten bereits gute Erfolge.

Beobachten Sie, dass die Krebsforschung aufgrund der globalen Corona-Pandemie ins Stocken geraten ist?

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Teilweise stockt die Situation ein wenig bei der Rekrutierung einzelner Studien. Am Anfang der Corona-Phase wusste man noch nicht so richtig, wo das alles hinführt. Da wurden viele Studien, in denen Medikamente möglicherweise Nebenwirkungen hervorrufen, die auch bei einer Covid-19-Infektion auftreten können, gestoppt. Mittlerweile kennt man Corona besser und die Studien laufen jetzt langsam wieder an. Dennoch gibt es ein kleines Tief, wodurch auch die Ergebnisse der Studien etwas später vorliegen werden.

Alles was darüber hinaus mit Studien zusammenhängt, also Besuche in anderen Krankenhäusern oder der wissenschaftliche Austausch von Ärzten, läuft online. Das ist manchmal nicht so effektiv, wie bei einem internationalen Kongress zusammenzusitzen und sich auszutauschen. Wir haben in den letzten Monaten zwar viel dazugelernt, aber wir haben noch nicht die Effektivität und vor allem die Qualität erreicht, wie vor Corona. Da ist etwas verloren gegangen.

Corona: Screening musste sechs Wochen schließen

Kamen zu Pandemiehochzeiten weniger Frauen zu Vorsorge und Terminen?

Sicherlich gab es viele Frauen, die nicht zum Arzt gehen wollten, wo sie sich in ein volles Wartezimmer hätten setzen müssen. Es gab aber auch den umgekehrten Weg, denn das Screening war hier in unserem Zentrum ab April für sechs Wochen geschlossen. Das heißt, dass die bestellten Patienten nicht hingehen konnten. Jetzt läuft das Screening wieder, aber das ergab eine Verschiebung von Diagnosen und das haben wir auch gemerkt.

Wir hatten bis tief in die Corona-Krise viel zu tun und dann gab es Ende Juni einen Einbruch, weil da das geschlossene Screening bemerkt wurde. Diese Phase hat aber nur gut zwei Wochen angehalten, viele Menschen sind dann wieder zum Arzt gegangen. Dann ist die die große Diagnostikwelle angeschwappt und momentan können wir uns vor Patienten und Terminen kaum retten. Wir könnten Tag und Nacht operieren und es wäre immer noch zu wenig.

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Ergab sich dadurch ein Nachteil für die Patientinnen?

Das ist schwer zu fassen. Denn es gibt den Krebs, der langsam wächst und in der Regel ist der Brustkrebs ein eher langsam wachsender Tumor. Wenn der nun drei oder vier Monate länger sitzt, wird man statistisch gesehen nicht viel mehr machen können. Aber es gibt auch schnell wachsenden Krebs, vor allem bei jüngeren Patienten. Wenn so ein Tumor länger sitzt, kann der die Prognose natürlich auch verändern. Das werden wir aber erst in ein paar Jahren richtig messen können.

Jetzt kann man noch nichts mit wissenschaftlicher Genauigkeit sagen. Man sollte fünf Jahre durch das Land ziehen lassen, und wenn man dann ein gutes Krebsregister hat, das die Situation irgendwie messen kann, zeigt sich, ob die verspätete Diagnostik eine Lücke in der Überlebenskurve zeigt. Ich bin kein Epidemiologe, es könnte aber gut sein, dass man den Einbruch sieht.

Was ist das Tückische an einer Krebserkrankung?

Wichtig bei Krebs ist immer: Krebs ist ein multifaktorielles Geschehen und multifaktoriell bedeutet, es gibt viele, viele, viele Faktoren. Also: Verhalten, Ernährung, genetische Disposition, Arbeitsplatz, Zufall. Man kann als Kind zu viel Sonne abbekommen haben und später Hautkrebs bekommen. All die Dinge, und noch viele mehr, von denen wir vielleicht noch gar nicht alle kennen, spielen eine Rolle. Natürlich kann man die Dinge, die einen schützen können, versuchen zu optimieren, aber es schützt einen trotzdem nicht komplett. Die Umwelt- und die erblichen Faktoren sind einfach zu unerforscht.

Ich sage den erkrankten Frauen immer: Klar kann man versuchen jetzt in dieser Situation sein Leben zu verbessern. Es ist sicherlich gut für die Zukunft, es dreht nur die Uhr nicht zurück, man kann Krebs nicht ungeschehen machen.

Auch die Krebsbehandlung ist meist ein multifaktorielles Geschehen. Es gibt nicht die eine Behandlung oder Wunderpille. Ich widerspreche auch Herrn Spahn, der gesagt hat: “In 20 Jahren werden wir den Krebs besiegt haben.” Das wird es nicht geben, weil der Krebs einfach unheimlich viele Gesichter hat. Wir werden diese Gesichter wahrscheinlich besser kennenlernen und einzeln besser behandeln können, aber es gibt leider nicht den einen Grund für Krebs.

Bittere Realität: “Gesundheit gibt es nicht zum Nulltarif”

Gibt es dennoch präventive Maßnahmen, die jeder für sich ergreifen kann?

Ich will nicht sagen, dass es keine präventiven Maßnahmen gibt. Sie müssen sich die Situation vorstellen wie ein Aquarium, das voller Wasser ist und ein Fließgleichgewicht sucht. Auf der einen Seite fließt Wasser rein und auf der anderen fließt es wieder raus. Je nachdem kann es mal passieren, dass ein Kanal verstopft oder der Zufluss gemindert wird – der Körper sucht sich immer so ein gewisses neues Gleichgewicht.

Durch äußere Einflüsse, wie Lifestyle, gesunde Umgebung – das Leben in der Stadt ist vielleicht auch ungesünder, als auf dem Land – kann man versuchen, dieses Gleichgewicht zu beeinflussen. Gerade vom Sport wissen wir, dass er in vielerlei Hinsicht die Prognose verbessert. Also ein gesundes Herz-Kreislauf-System zu erreichen. Dabei reicht es auch, einmal am Tag, oder drei-, viel Mal in der Woche, für 20 Minuten “anzuschwitzen”. Ich rede nicht von den anstrengenden Workouts, mit 50 Kilo Hanteln oder sonst was. Für die Verbesserung der Lebenserwartung reicht es, ein wenig über das Couch-Potatoe-Dasein hinauszugehen, da kann man schon große Effekte erzielen.

Die Effekte von Sport sind gut untersucht, alle anderen Faktoren, wie Ernährung beispielsweise, sind wissenschaftlich extrem schwer zu untersuchen und zu fassen. Man kann ja nicht sagen: “So, ich schicke euch jetzt für drei Jahre ins All, einer bekommt nur gesundes Essen und der andere nur Pommes und Schokolade. Nach drei Jahren holen wir euch wieder auf die Erde und dann messen wir nach.” Denn das wäre der Idealfall. Aber so laufen die Studien ja nicht.

Leider ist es so, dass Gesundheit zwar ein allgemeines Gut ist, sie in der Republik aber nicht ganz gleich verteilt ist. Man muss wahrscheinlich die Tatsache akzeptieren, dass, wenn man den extra Schritt gehen will, und sich extra gut untersuchen lassen möchte, es auch etwas kostet. Gesundheit gibt es leider nicht zum Nulltarif. Die Gesellschaft kann sich nur ein gewisses Level leisten und alles darüber hinaus kostet. Das ist schmerzhaft und wenig sozialistisch aber die bittere Realität. Das heißt aber nicht, dass jemand der wenig Geld hat, in Deutschland schlecht versorgt. Aber trotzdem: Nicht umsonst lebt die Queen bis sie 100 Jahre alt ist.

Viele Tumore werden durch eigenes Abtasten entdeckt

Zurück zu den kostenlosen Möglichkeiten: Ab wann wird eine Mammografie empfohlen?

Die Fachgesellschaften raten zu einer Basismammografie ab dem 40. Lebensjahr. Wenn man familiär vorbelastet ist, sollte man besser schon ab 35 Jahren eine Mammografie durchführen lassen. Davor sind Untersuchungen per Ultraschall sinnvoll und abtasten kann man die Brust ab dem Zeitpunkt, wo sie da ist.

Das Abtasten sollte möglichst nicht in der zweiten Zyklushälfte passieren, wo die Brust ohnehin anschwillt, sondern kurz nach der Regelblutung, wo die Brust wieder normal ist. Das regelmäßige Abtasten der eigenen Brust sollte man auch immer wieder erwähnen, denn wirklich häufig ist es der Fall, dass Patientinnen selbst etwas bemerkt haben, zumindest bei den Tumoren ab einer Größe von zwei Zentimeter.

Ein häufiger Schritt bei der Krebstherapie ist das Entfernen der betroffenen Brust oder zumindest Teile dieser. Für Frauen ein schlimmer Eingriff – gibt es mittlerweile alternative Methoden?

Da sind wir leider noch nicht so weit, wie wir es gerne wären. Es gibt ganz moderne Methoden wie das “Tissue Engineering”. Dabei wird das eigene Körpergewebe im Reagenzglas gezüchtet und wenn die eigentliche Brust herausgeschnitten werden muss, kommt das eigene Gewebe an diesen Platz. Das wäre die zukünftige Idealvorstellung.

Was wir momentan tun ist, dass wir überall da, wo wir ein Stück natürliche Brust " in ausreichendem Volumen im Verhältnis zum Körperbau " erhalten können, das auch tun. Es wird auch nur bei den Patienten die Brust entfernt, bei denen es unbedingt notwendig ist. Da sind wir auch deutlich besser geworden als noch vor einigen Jahren. Als ich anfing, hat man deutlich mehr entfernt, das ist jetzt 20 Jahre her.

Heute versucht man tumoradaptiert vorzugehen, das heißt Lifting und kosmetische Operationstechniken auch in der onkologischen Chirurgie anzuwenden. Wenn aber das Verhältnis vom Tumor zur Brust ungünstig ist, dann bleibt manchmal nichts anderes übrig als die Brustdrüse komplett zu entfernen und wenigstens den Hautmantel zu erhalten. Das geht auch in den allermeisten Fällen ganz gut – und wir operieren über 1500 Patienten im Jahr.

Das bedeutet aber, dass die Frauen zumindest im ersten Schritt erstmal eine Silikonprothese benötigen, die, bis man weiß, dass der Tumor wirklich raus ist und die Behandlung komplett beendet ist, bleibt. Dann kann sich die Frau sich entweder mit dieser Prothese anfreunden, was weit über die Hälfte der Patienten auch dauerhaft tut. Eine andere Möglichkeit ist zum Beispiel das Rekonstruieren der Brust mit Eigengewebe, was allerdings sehr aufwendig ist – dafür haben die Frauen aber kein Plastik im Körper.

Westlicher Lebensstil führt zu mehr Krebserkrankungen

Stellen Sie fest, dass inzwischen mehr junge Frauen erkranken?

Insgesamt steigt die Inzidenz von Brustkrebs. Das liegt auch ein Stück weit an dem westlichen Lebensstil, also Ernährung, Lifestyle oder Umwelteinflüssen. Dann steigt natürlich auch die Inzidenz in der jungen Gruppe und wir sehen natürlich mehr jüngere Patienten als noch vor 20 Jahren.

Es ist zum Glück aber nicht der Alltag, doch mehrmals die Woche diagnostizieren wir auch junge Frauen – wir sind aber auch ein großes Brustkrebszentrum. Aber bei jüngeren Patienten mit aggressiven Tumoren können wir Gott sei Dank sagen, dass sie sehr gut auf Chemotherapien ansprechen. Und wenn der Tumor einmal weg ist, haben die jungen Frauen auch eine sehr gute Chance, dass der wegbleibt. Das ist für sie natürlich motivierend.

Außerdem haben wir eine gewisse Verbesserung in der sogenannten Breast-Cancer-Awareness, der Schärfung des Bewusstseins für diese Erkrankung, festgestellt. Die Patienten wissen heute schon im jungen Alter, was Brustkrebs ist, und dass es Möglichkeiten der Vorsorge gibt – man die Brust abtasten sollte und so weiter. Dementsprechend werden auch mehr Tumore bei jungen Frauen identifiziert, die möglicherweise in den vergangen Jahren erst fünf bis zehn Jahre später aufgefallen wären.

Das Problem mit den Studien

Man ließt immer wieder Studien, die allerhand Theorien aufstellen. Wer eher an Brustkrebs erkranken könnte beispielsweise. Wie bewerten Sie solche Ergebnisse?

Das Problem, dass merke ich auch jetzt an Corona, mit epidemiologische Studien ist folgendes: Man sucht sich ein Phänomen aus einer Grundgesamtheit heraus – zum Beispiel grüne Augen. Dann wird eine Kohorte mit beispielsweise 100.000 Menschen untersucht und von den Menschen, die grüne Augen haben, dann noch die Berufe. Dann kann zufällig herausgefiltert werden, dass überwiegend Betriebswirte grüne Augen haben. Man weiß aber auch, dass momentan vielleicht besonders viele Leute Betriebswirt werden wollen oder sind. Und dann wurde das in einer Stadt wie Hamburg gemacht. Nicht in Dithmarschen, wo es viele Landwirte gibt.

Soll heißen: Eine Stichprobe aus der Grundgesamtheit 100.000 Menschen ist nur ein Bruchteil der deutschen Bevölkerung. Es muss klar sein, wer die Kohorte ist, wie man etwas herausgefunden hat, wer hat die Wahrheit bei der Befragung gesagt?

Von solchen Studien werden wir in den sozialen Medien zugeballert und die Medien unterstützen das, in dem sie die Studien aufgreifen. Das wabert dann so durch das Netz und Menschen, die nie gelernt haben, wie man so eine Studie vernünftig ließt und Wissenschaft betreibt, glauben das. Es ist hart, dass so zu formulieren, aber es muss gesagt werden – und es muss noch viel deutlicher gesagt werden, als es manche Vertreter derzeit machen.

Wissenschaft ist immer eine Annäherung an die Wahrheit. Nichts auf dieser Welt ist in Stein gemeißelt und wir müssen ein Gleichgewicht finden – zwischen Krankheit und Gesundheit, gutem Zusammenleben, argumentativen Austausch und auch zuhören zu können. Es ist sehr wichtig, sich auf eine sachliche Art und Weise mit gewissen Themen auseinandersetzen – und das gilt für alle Bereiche, auch für Brustkrebs.

RND

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
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