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Blaualgen: Satellitenbilder zeigen große Algenteppiche in der Ostsee

Satellitenaufnahmen zeigen große Algenvorkommen vor den Küsten Dänemarks und Mecklenburg-Vorpommerns, teilte das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie in Güstrow am Mittwoch mit.

Güstrow.Die Blaualgen-Blüte könnte in den kommenden warmen Tagen weiterhin den Badespaß in der Ostsee verderben. An zahlreichen Stränden sind zu zu finden, wie die Ostsee-Zeitung berichtet (Plus-Artikel). Satellitenaufnahmen zeigen große Algenvorkommen vor den Küsten Dänemarks und Mecklenburg-Vorpommerns, teilte das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie in Güstrow am Mittwoch mit. Auch in den Boddengewässern Rügens und im Stettiner Haff sind demnach große Algenteppiche zu erkennen.

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Es handele sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um typische Blaualgen der Gattungen Nodularia und Aphanizomenon. In den Bodden und Haffen mit höherem Süßwassergehalt komme die Gattung Microcystis vor. Bei allen drei Gattungen kann es beim Verschlucken zu Vergiftungen kommen, beim Baden zu Hautreizungen. Wer immungeschwächt ist oder offene Wunden hat, solle deshalb nicht baden gehen. Er könnte sich eine Infektion zuziehen, so das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock.

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Algenteppiche schwimmen im Hafen von Stralsund an der Ostseeküste.

Algenteppiche schwimmen im Hafen von Stralsund an der Ostseeküste.

Verunreinigung: Blaualgen können sich massenhaft vermehren

Blaualgen werden heutzutage nicht mehr zu den Algen, sondern den Bakterien gezählt. Es sind Cyanobakterien. Derzeit nimmt dem Amt zufolge das Gewässerüberwachungsschiff des Landes, die "Strelasund", an bestimmten Überwachungsstationen Wasserproben, um die Algenvorkommen genauer zu untersuchen.

Blaualgen vermehren sich bei Wassertemperaturen ab 18 Grad und hoher Sonneneinstrahlung massenhaft. Bei ruhiger Wetterlage können sie sich an der Wasseroberfläche anreichern. Bei auflandigem Wind aus Nord bis Ost können die Algen an die Küsten und in die Häfen Mecklenburg-Vorpommerns getrieben werden. Sie verunreinigen die Küstengewässer durch absterbende Pflanzen und Fäulnisprozesse.

Ein weiterer Grund für die Massenvermehrung sind die Nährstoffe, die vom Land ins Meer gelangen. Auch werden Nährstoffe wie Phosphor aus Bodenablagerungen in den tiefen Becken der Ostsee wieder freigesetzt. Der Sauerstoffmangel in großen Gebieten der zentralen Ostsee verstärkt diesen Prozess noch, wie das Landesamt erläuterte.

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RND/dpa

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