Bis Juli 2021: Indien will rund 300 Millionen Menschen gegen Corona impfen

  • 300 Millionen Menschen will Indien im Kampf gegen das Coronavirus bis Juli 2021 impfen.
  • Nach Aussage von Premierminister Narendra Modi handelt es sich um die „weltgrößte Impfaktion“.
  • Das Land hat die Impfstoffverteilung in Übungsrunden bereits durchgespielt.
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Neu Delhi. Indien hat mit dem Versand von Millionen Corona-Impfdosen in große Städte begonnen. Damit soll am Samstag die laut Premierminister Narendra Modi „weltgrößte Impfaktion“ beginnen.

Zunächst sollen nach Behördenangaben 30 Millionen Mitarbeiter vor allem im Gesundheitsbereich geimpft werden. Dann sollen bis Juli 270 Millionen Menschen über 50 Jahre sowie Risikogruppen an die Reihe kommen. Damit wären im Sommer rund ein Viertel der 1,3 Milliarden Einwohner Indiens, dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt, geimpft.

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Indien produziert 60 Prozent der Impfstoffe weltweit

Nach Angaben von Luftfahrtminister Hardeep Singh Puri wurden am Dienstag 5,65 Millionen Impfdosen vom weltgrößten Impfstoffhersteller Serum Institute in der Stadt Pune in die Hauptstadt Delhi sowie in zwölf weitere Metropolen transportiert.

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In Indien werden nach örtlichen Angaben rund 60 Prozent der Impfstoffe weltweit hergestellt. Viele der Impfstoffe gehen in ärmere Länder – für diese Staaten werden die Produkte aus Indien auch jetzt von großer Bedeutung sein.

Kühlketten könnten eine Herausforderung werden

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Für die Impfaktion hat Indien Zehntausende Menschen trainiert und die Impfstoffverteilung in Übungsrunden durchgespielt. Das Land stützt sich dabei auch auf seine Erfahrungen mit regelmäßigen Impfkampagnen etwa gegen Polio. Das große Land mit einem schwachen Gesundheitssystem steht aber – wie etliche andere ärmere Länder auch – vor großen Herausforderungen, etwa bei der Einhaltung der Kühlketten.

In Indien wurden bisher mehr als 10,4 Millionen Corona-Infektionen verzeichnet. Nur in den USA gab es bislang mehr Fälle.

RND/dpa

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