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Biontech-Studie zeigt: Impfstoff wirksam und sicher bei Kindern zwischen fünf und elf Jahren

  • Die Daten einer klinischen Studie des Unternehmens Biontech/Pfizer zeigen: Der Impfstoff ist auch bei Fünf- bis Elfjährigen sicher und wirksam.
  • Die Antikörper-Reaktionen und Nebenwirkungen der Kinder ähneln demnach derer der Altersgruppe der 16- bis 25-Jährigen.
  • Den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde jedoch nur ein drittel der üblichen Dosis verabreicht.
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Mainz. Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer hat sich nach Angaben der beiden Unternehmen bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren als gut verträglich und wirksam erwiesen. Die Daten der klinischen Studie sollen so bald wie möglich der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA und der US-Zulassungsbehörde FDA vorgelegt werden, teilten die beiden Impfstoffhersteller am Montag mit. „Wir sind froh, dass wir vor dem Beginn der Wintersaison den Zulassungsbehörden die Daten für die Gruppe von Kindern im Schulalter vorlegen können“, sagte Biontech-Chef Ugur Sahin laut Mitteilung.

Anders als in der Altersgruppe über zwölf wurde den Kindern von fünf bis elf Jahren für die klinische Studie der Phase 2/3 nur ein Drittel der Dosis verabreicht. Die beiden Impfungen lagen drei Wochen auseinander.

Biontech/Pfizer: Immunantworten und Nebenwirkungen bei Kindern ähneln älterer Altersgruppe

„Die Antikörper-Reaktionen bei den Teilnehmern, denen eine Dosis von zehn Mikrogramm verabreicht wurde, war vergleichbar mit denjenigen aus einer früheren Studie von Pfizer/Biontech-Studie bei Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren, die eine 30 Mikrogramm-Dosis erhalten hatten“, teilten die Unternehmen mit. Auch die Nebenwirkungen seien vergleichbar mit denen der älteren Gruppe gewesen. Ergebnisse von zwei weiteren Teilnehmergruppen im Alter von zwei bis fünf Jahren sowie von sechs Monaten bis zwei Jahren würden für das vierte Quartel erwartet.

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An der Studie nehmen den Angaben zufolge insgesamt 4500 Kinder im Alter von einem halben Jahr bis elf Jahren teil, die vorgestellten Daten zu den 5- bis 11-Jährigen gehen auf 2268 Teilnehmer zurück. Beteiligt sind über 90 Kliniken in den USA, Finnland, Polen und Spanien.

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Ein Drittel der Dosis für Fünf- bis Elfjährige ausreichend

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), Jörg Dötsch, begrüßte die neuen Ergebnisse: „Wir sind natürlich sehr froh, dass jetzt die ersten Studiendaten für eine mögliche Zulassung des Impfstoffs für die Fünf- bis Elfjährigen vorliegen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. An entsprechende neue Erkenntnisse seien schließlich große Erwartungen geknüpft.

Besonders bezüglich der verabreichten Menge des Impfstoffs lieferten die Daten Klarheit, erläuterte Dötsch: „Wir wussten vorher nicht, mit welcher Dosis die Kinder zwischen fünf und elf Jahren geimpft werden sollen.“ Jetzt zeige sich, dass sie nicht die Erwachsenen-Dosis, sondern ein Drittel davon bekommen sollten – und dass damit im Hinblick auf die Antikörper-Produktion die gleichen Impfantworten erzielt werden könnten.

Spahn rechnet mit Zulassung für die Jüngsten erst Anfang 2022

Weiterhin bleibe natürlich eine Zulassung der EMA abzuwarten. Schließlich müsse dann auch die Ständige Impfkommission (Stiko) noch bewerten, ob die Datenlage ausreichend sei, um für alle Kinder in der Altersgruppe eine allgemeine Impfempfehlung auszusprechen, so Dötsch. Andernfalls sei es auch denkbar, dass wie bei der Impfung der Über-12-Jährigen zunächst eine entsprechende Empfehlung nur für Kinder mit höherem Risiko abgegeben werde und für eine allgemeine Empfehlung noch auf größere Datenmengen gewartet werde.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte derweil den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag), dass er die Zulassung für einen Corona-Impfstoff für die Jüngsten erst Anfang nächsten Jahres erwarte. „Ich gehe davon aus, dass die Zulassung für einen Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahren im ersten Quartal 2022 kommt“, sagte der CDU-Politiker. „Dann könnten wir auch die Jüngeren noch besser schützen.“ Zugleich wies auch Spahn darauf hin, dass zwischen der Zulassung und einer Impfempfehlung durch die Stiko noch einmal Zeit vergehen könne. „Eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission wird auch in diesem Fall zeitlich etwas später kommen“, sagte der Minister.

RND/dpa

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