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Biontech-Impfung: EMA erteilt Zulassung für Jugendliche ab zwölf Jahren

  • Die europäische Arzneimittelbehörde gibt grünes Licht für den Impfstoff von Biontech und Pfizer auch für 12 bis 15-Jährige.
  • Neue Studiendaten zeigen, dass das Mittel auch bei Jüngeren wirksam und sicher ist.
  • Damit wird eine Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche auch in Deutschland möglich.
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Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat in einem beschleunigten Verfahren grünes Licht für das Coronavirus-Vakzin „Comirnaty“ von Biontech und Pfizer für Jugendliche zwischen zwölf und 15 Jahren gegeben. Das Mittel sei auch für diese Altersgruppe wirksam und sicher, teilte der zuständige Expertenausschuss am Freitag mit. Das Gremium kam auch zu dem Schluss, dass in dieser Altersgruppe die Vorteile von Comirnaty die Risiken überwiegen. Es ist damit der erste Impfstoff in der EU, der auch für Menschen unter 16 zugelassen wird.

Das EMA-Gremium war für die Empfehlung zu einer außerordentlichen Sitzung in Amsterdam zusammengekommen. Die EU-Kommission muss nun noch final zustimmen, jeder Mitgliedsstaat kann dann für sich entscheiden, das Vakzin zu nutzen. Die Verabreichung des Impfstoffs werde für diese Altersgruppe auf gleiche Weise und Dosierung empfohlen wie bei den über 16-Jährigen. Es brauche zwei Dosen, injiziert in die Muskeln des Oberarms, mit einem Impfabstand von mindestens drei Wochen.

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Biontech-Impfung: Stabile Immunantwort bei Jugendlichen

Grundlage für die Entscheidung seien laut EMA neue Studiendaten gewesen. Diese sind inzwischen auch in der Fachzeitschrift „New England Journal of Medicine“ erschienen. Demnach trat bei mehr als 1000 geimpften Kindern und Jugendlichen kein Covid-19-Fall auf, in der etwa gleich großen, ungeimpften Kontrollgruppe waren es 16. Auch sicher sei das Vakzin. Nach der Impfung sei es überwiegend allenfalls zu leichten Impfreaktionen wie Müdigkeit oder Kopfschmerzen gekommen, schreiben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

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Die Wirksamkeit einer zweifachen Impfung lag den Forschenden zufolge bei 100 Prozent, da es in der Studiengruppe im Vergleich zur Placebogruppe keinen Covid-19-Fall gegeben habe. Abgesehen davon zeigten auch Labortests, dass die Impfung eine stabile Immunantwort erzeugte. „Die Studie zeigt, dass die Immunantwort auf Comirnaty in dieser Gruppe mit der Immunantwort in der Altersgruppe der 16- bis 25-Jährigen vergleichbar war, gemessen am Antikörperspiegel gegen Sars-CoV-2“, heißt es in einer Mitteilung der EMA zur Zulassung. Die Probanden in der Studie sollen weitere zwei Jahre lang beobachtet werden.

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Eine ähnliche Entscheidung haben im April bereits die Aufsichtsbehörden in Kanada und den USA getroffen. Auch Deutschland plant, den Jüngeren ein Impfangebot zu machen. Am Donnerstag hatten Bund und Länder festgelegt, dass sich Kinder ab zwölf Jahren in Deutschland vom 7. Juni an gegen Corona impfen lassen dürfen, sofern die EU-Behörde grünes Licht gibt. Am 7. Juni soll die Priorisierung hierzulande generell aufgehoben werden, damit sollen sich dann auch Kinder von zwölf bis 16 Jahren um einen Termin bemühen können, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte.

RND/she/dpa

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