Bindehautentzündung durch Make-Up: Wie behandelt man richtig?

  • Bestandteile von Make-Up können eine bakterielle Bindehautentzündung auslösen.
  • Auf Hausmittel wie Kamille sollte man nicht zurückgreifen, sie können das Auge zusätzlich reizen.
  • Eine Bindehautentzündung sollte nur auf ärztliches Anraten mit Antibiotika behandelt werden.
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Düsseldorf. Das Auge ist rot, juckt und brennt. Diese Symptome deuten auf eine Bindehautentzündung hin. Infektionen mit Bakterien oder Viren sind oft die Ursache. Doch auch Bestandteile von Make-Up oder Medikamenten, die allergische Reaktionen auslösen, können eine Bindehautentzündung hervorrufen, erklärt der Bundesverband der Augenärzte Deutschlands (BVA).

Auch Umweltreize wie Staub, Rauch oder grelles Sonnenlicht können eine Bindehautentzündung verursachen. Je nach Ursache kommen daher unterschiedliche Behandlungen zum Einsatz. Augentropfen oder Hausmittel können das Problem aber verschlimmern: So sollte man auf den vermeintlich bewährten Kamillenteebeutel verzichten, denn viele Menschen reagieren an Augen und Lidern allergisch auf Kamille.

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Vorsicht bei der Behandlung mit Antibiotikum oder Kortison

Nur wenn Bakterien hinter der Entzündung stecken, sollten Augentropfen mit Antibiotika verwendet werden. Auf diese Weise lässt sich die Entwicklung von Resistenzen vermeiden. Wenn Augenärzte solche Tropfen verschreiben, dann meist in Form einer intensiven Behandlung über mehrere Tage.

Einige Augenkrankheiten wie eine Entzündung der Iris werden mit kortisonhaltigen Augentropfen behandelt. Dabei sollte man jedoch mögliche Nebenwirkungen im Auge behalten: Kortison kann den Augeninnendruck erhöhen, was wiederum zu Grauem Star führen kann.

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RND/dpa