“Schwer zu verstehen”: Bill Gates spricht sich gegen Maskenverweigerer aus

  • Microsoft-Gründer Bill Gates kann nicht nachvollziehen, warum manche Menschen das Tragen von Masken ablehnen.
  • Der Milliardär sieht einen Zusammenhang zwischen dieser Einstellung und Verschwörungstheorien, die über ihn kursieren.
  • Gates sagt, dass vor allem soziale Netzwerke mehr gegen die Eindämmung von Coronavirus-Mythen über ihn tun könnten.
Ben Kendal
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Tech-Milliardär Bill Gates wurde von vielen Menschen in der Corona-Krise zur Hassfigur erkoren. Vor allem Impfgegner und Verschwörungstheoretiker nehmen den Microsoft-Gründer ins Visier – und die Tatsache, dass er viel Geld in die Entwicklung eines Impfstoffes gegen das tödliche Coronavirus investiert, ist für sie ein geeigneter Nährboden für wilde Gerüchte. Sie werfen ihm unter anderem vor, mit einem Impfstoff Mikrochips in Menschen einpflanzen zu wollen.

Doch Gates lässt sich davon offensichtlich nicht einschüchtern und äußert sich immer wieder zu der Corona-Pandemie und dem Umgang vieler Menschen mit der Krise. Nun findet der 64-Jährige klare Worte für Maskenverweigerer: “Es ist schwer zu verstehen, warum Menschen keine Maske tragen, weil es nicht lästig ist”, sagte er im Gespräch mit dem US-Business-Magazin “Fast Company”. “Es ist nicht teuer, und dennoch sehen es einige Menschen als Zeichen von Freiheit an [keine Masken zu tragen, Anm. d. Red.] oder so – trotz des Risikos, andere Menschen anzustecken.”

“Verrückte Ideen”: Bill Gates ist besorgt wegen Verschwörungstheorien

Als “beängstigend” bezeichnete Bill Gates die Verschwörungstheorien, die über ihn kursieren. Er sehe aber einen Zusammenhang zwischen den verbreiteten Gerüchten und der Tendenz, das Tragen von Masken abzulehnen. Gates erhofft sich von Sozialen Netzwerken, mehr gegen solche Verschwörungsmythen zu unternehmen. “Traurigerweise haben diese digitalen Instrumente wahrscheinlich dazu beigetragen, derart – wie ich sie nenne – verrückte Ideen zu verbreiten”, sagte er. Gates bleibt jedoch zuversichtlich, dass es bis zum kommenden Jahr gelingen wird, einen Impfstoff gegen die Lungenkrankheit Covid-19 bereitzustellen. In solchen Krisen sei es wichtig, sich den Fakten zuzuwenden, sagte er.




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