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Ein kleines Land im Impfmarathon: 60 Prozent der Bevölkerung in Bhutan gegen Corona geimpft

  • Ein kleines Land zwischen Indien und China ist aktueller Impfweltmeister – zumindest, was das Tempo anbelangt.
  • 60 Prozent der Bevölkerung im asiatischen Buthan haben bereits eine schützende Spritze gegen das Coronavirus erhalten.
  • Wie örtliche Behörden mitteilten, wurden 470.000 der insgesamt 770.000 Einwohner geimpft.
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Während die Welt gespannt auf die Corona-Impfungen in Ländern wie Israel oder Amerika schaut, schafft ein kleines Land zwischen Indien und China, was noch keiner geschafft hat: Im asiatischen Bhutan haben ganze 60 Prozent der Bevölkerung eine schützende Spritze gegen Covid-19 bekommen. Wie örtliche Behörden mitteilten, wurden 470.000 der insgesamt 770.000 Einwohner geimpft. Auf Erwachsene heruntergerechnet bedeutet das 85 Prozent der Bürgerinnen und Bürger – Kinder sind vorerst von der Impfung ausgeschlossen.

Zum Vergleich: In Deutschland sind zwar laut Robert-Koch-Institut (RKI) mehr als zwölf Millionen Menschen gegen das Virus geimpft. Allerdings entspricht das lediglich 15 Prozent der Bürgerinnen und Bürger hierzulande.

Die Impfkampagne in Bhutan verlief völlig anders als in den meisten Teilen der Welt: Bevölkerungsreichere Länder wie Deutschland begannen zwar schon im Dezember mit dem Impfen, doch werden angesichts der Quoten noch einige Zeit brauchen. Dagegen startete Bhutan erst am 27. März – und hat laut des bhutanischen Gesundheitsministeriums innerhalb von nur neun Tagen mehr als 466.000 Menschen geimpft.

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Mit seinem Tempo liegt Bhutan vor den Seychellen, den Vereinigten Arabischen Emiraten – und sogar vor Israel, wobei das Land in Sachen Zweitimpfungen die Nase vorn hat. Für den Impfmarathon nutzten die Gesundheitsbehörden in Bhutan das Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca. Indien hatte seinem Nachbarland 600.000 Dosen des Vakzins geschenkt. Der französischen Nachrichtenagentur AFP sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums, dass die Impfung von Menschen über 70 Jahren sowie von Menschen mit einer Behinderung im Fokus stehe.

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Große Corona-Ausbrüche kennt der asiatische Staat vor allem von den Berichten aus anderen Ländern. Bis auf einzelne, vor allem im Dezember 2020 aufgetretene Infektionsketten gab es laut Daten der John-Hopkins-Universität (JHU) kaum nennenswerte Fälle. Bislang sind lediglich 906 Menschen an Covid-19 erkrankt. Ein Patient starb an den Folgen.

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