Auto, Carsharing und Taxi fahren: Das müssen Sie in Corona-Zeiten wissen

  • Die Mobilität ist durch das Coronavirus stark eingeschränkt.
  • Viele sind sich unsicher, was sie im Straßenverkehr überhaupt dürfen und was ein Ansteckungsrisiko birgt.
  • Sicher ist: Wer sich an einige Regeln hält, kann trotzdem noch mit Auto, Carsharing und Taxi unterwegs sein.
Talisa Moser
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Das Coronavirus schränkt das Leben massiv ein. Regeln und Maßnahmen bestimmen den Alltag, oft muss man zwei- oder dreimal überlegen, ob und wie man sonst so selbstverständliche Aufgaben meistert. Auch was die Mobilität angeht, werden manche von vielen Fragen gebremst: Darf ich überhaupt noch zu dritt im Auto sitzen? Kann ich bedenkenlos Carsharing-Dienste nutzen, ohne mich einem Infektionsrisiko auszusetzen? Fahren überhaupt noch Taxis und wenn ja, wie sicher sind sie? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Auto fahren in Corona-Zeiten

Wer während der Corona-Beschränkungen mit dem Auto unterwegs ist, hat einiges zu beachten. Zum einen ist darauf zu achten, dass die Einschränkungen der sozialen Kontakte auch im Auto gelten. Bei Personen, die nicht zum eigenen Haushalt gehören, ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Da dies im Auto meist nicht möglich ist, ist die Nutzung des Autos nur allein oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands erlaubt, so das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI).

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Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, sind alle Bürgerinnen und Bürger dazu angehalten, ihr Haus nur aus wichtigen Gründen zu verlassen, wie dem Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, die Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft. Demnach sind unnötige Fahrten mit dem Auto zu unterlassen, auf private Reisen und Besuche ist zu verzichten.

Da vielerorts bereits eine Maskenpflicht besteht, fragen sich auch viele Autofahrer, ob sie auch beim Autofahren eine Maske tragen müssen oder dürfen. Das Tragen einer Maske ist laut ADAC nur erlaubt, wenn die wesentlichen Gesichtszüge des Fahrers erkennbar sind. Bei den handelsüblichen Masken sollte das grundsätzlich kein Problem sein, selbst gemachte Masken verdecken hingegen häufig einen zu großen Teil des Gesichts. Wenn möglich, sollten Autofahrer in ihrem privaten Pkw also auf das Tragen einer Maske verzichten, um kein Bußgeld zu riskieren.

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Carsharing-Dienste nutzen

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Anders als bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel liegt das Risiko einer Ansteckung beim Carsharing nicht in der Tröpfcheninfektion, sondern lediglich bei der Berührung kontaminierter Oberflächen, wenn anschließend Berührungskontakt mit den Schleimhäuten erfolgt. Das Risiko einer Corona-Infektion ist laut Bundesverband CarSharing (bcs) gering. Die Anbieter würden alles tun, um eine Ansteckung zu vermeiden, indem die Desinfektion und Reinigung ihrer Fahrzeuge an oberster Stelle stehen, heißt es in einer Mitteilung des bcs.

Wer Carsharing nutzt, sollte die derzeit gültigen Hygieneregeln beachten, also: sich vor und nach den Fahrten im Carsharing-Auto gründlich und mindestens 20 Sekunden lang die Hände mit Wasser und Seife zu waschen. Ergänzend zum besseren Schutz könnte man auch noch Einmalhandschuhe tragen. Fahrer sollten zudem stets vermeiden, sich mit den Händen an Mund, Augen oder Nase zu fassen, um die Möglichkeit einer Schmierinfektion zu verringern.

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Richtiger Umgang mit einem Mund-Nasen-Schutz
1:14 min
Es gibt viele Möglichkeiten für eine Mund-Nasen-Bedeckung, jedoch spielt neben dem Tragen auch der richtige Umgang eine wichtige Rolle.  © Talisa Moser/RND

Sicher Taxi fahren

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Auch in Corona-Zeiten sind Taxidienste verfügbar, um zum Beispiel kranke Menschen zu ihren Arztbesuchen zu fahren. Wer momentan mit dem Taxi fahren möchte, sollte schon bei der Taxibestellung offen kommunizieren, wer er ist und welche Krankheiten er möglicherweise hat. Außerdem ist streng auf die Handhygiene zu achten: Vor und nach der Fahrt sollte man sich gründlich die Hände waschen.

Im Taxi sitzt man am besten rechts hinten, um einen möglichst großen Abstand zum Fahrer zu gewinnen. Außerdem sollte auf Gespräche verzichtet werden, um den Fahrer und auch sich zu schützen. Wenn möglich, sollte man während der Fahrt außerdem eine Maske tragen und zum Selbstschutz gegebenenfalls den Fahrer freundlich bitten, ebenfalls eine Maske aufzusetzen. Am besten zahlt man in Zeiten wie diesen zudem bargeldlos: Das geht schneller und vermindert Kontakt mit Oberflächen.

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