Bis zu 1000 Dollar Strafe: Australischer Bundesstaat macht Meldung von Schnelltests verpflichtend

Ein negativer Corona-Schnelltest: Der australische Staat verpflichtet seine Einwohnerinnen und Einwohner auch Schnelltests zu melden.

Ein negativer Corona-Schnelltest: Der australische Staat verpflichtet seine Einwohnerinnen und Einwohner auch Schnelltests zu melden.

Sydney. Der bevölkerungsreichste australische Staat New South Wales hat am Mittwoch die Meldung der Ergebnisse von Corona-Schnelltests zur Pflicht gemacht. Premierminister Dominic Perrottet sagte, dass Einwohnerinnen und Einwohner, die einen positiven Antigen-Schnelltest nicht melden, ab nächster Woche mit einer Geldstrafe von bis zu 1000 australischen Dollar (635 Euro) belegt werden. Das Registrierungsverfahren sei einfach und werde den Gesundheitsbehörden helfen, Menschen mit Grunderkrankungen besser zu unterstützen.

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Am Mittwoch wurde mit 21 Todesfällen durch Corona in New South Wales der Höchststand in der Pandemie gemeldet. Der bisherige Rekord mit 18 Todesfällen wurde erst am Montag erreicht. Außerdem wurden 34.759 Neuinfektionen registriert und 2242 Krankenhausaufenthalte mit 175 Patienten auf der Intensivstation.

Überlastetes Gesundheitssystem im Staat Victoria

Der Staat Victoria, in dessen Hauptstadt Melbourne ab nächster Woche die Australian Open stattfinden, meldete am Mittwoch ebenfalls 21 Todesfälle und 40.127 Neuinfektionen. Der stellvertretende Premierminister James Merlino sagte, das staatliche Gesundheitssystem sei überlastet, da rund 6600 Beschäftigte nach positiven Tests oder engem Kontakt mit einem positiven Fall vom Dienst freigestellt seien.

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Corona-Maßnahme in Québec: Impfverweigerer sollen Gesundheitsabgabe zahlen
12.01.2022, Indonesien, Tangerang: Eine medizinische Mitarbeiterin verabreicht eine Spritze mit dem Impfstoff Comirnaty gegen COVID-19 von Pfizer während einer Impfkampagne für die dritte Dosis im South Tangerang Regional General Hospital in Tangerang, Indonesien. Indonesien hat am Mittwoch eine COVID-19-Auffrischungskampagne für die breite Öffentlichkeit gestartet, wobei ältere Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem Vorrang vor der dritten Impfung haben. Foto: Tatan Syuflana/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der Regierungschef der kanadischen Provinz Québec hat nun eine Gesundheitsabgabe für Menschen angekündigt, die sich nicht gegen Covid-19 impfen lassen wollen.

Deshalb würden 1000 Studentinnen und Studenten im ersten Studienjahr im Gesundheitswesen und pensionierte Krankenschwestern zum Impfen rekrutiert, damit die steigende Nachfrage nach Auffrischungsimpfungen gedeckt werden könne. Diese sind nach den neuen Pandemieverordnungen, die am Mittwoch in Victoria in Kraft traten, für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Bereichen wie Gesundheitsfürsorge, Behindertenbetreuung, Altenpflege, Notfalldienste, Justizvollzugsanstalten, Hotelquarantäne und Lebensmittelverteilung verbindlich.

RND/AP