Inzidenz von 100: Diese Regionen sind betroffen

  • Am Montag haben Bund und Länder eine Verlängerung des Corona-Lockdowns in Deutschland beschlossen.
  • Eine weitere Entscheidung: Hotspots mit einer Inzidenz über 100 sollen konsequent die „Notbremse“ ziehen.
  • Aber welche Regionen wären davon überhaupt betroffen?
Anzeige
Anzeige

Bund und Länder haben am Montag über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Dabei wurde eine Einigung erzielt, dass in Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 die geltenden Corona-Beschränkungen noch einmal verschärft werden sollen. Dazu können Ausgangsbeschränkungen, verschärfte Kontaktbeschränkungen und eine Tragepflicht medizinischer Masken von Mitfahrern auch im privaten Pkw zählen. Doch auf welche Regionen trifft das überhaupt zu?

Die Pandemie und wir Der neue Alltag mit Corona: In unserem Newsletter ordnen wir die Nachrichten der Woche, erklären die Wissenschaft und geben Tipps für das Leben in der Krise – jeden Donnerstag.

„Corona-Notbremse“: Diese Regionen wären betroffen

Anzeige

Neben strengen Maßnahmen an den Osterfeiertagen hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel schon im Vorfeld der Bund-Länder-Konferenz weitere Verschärfungen in Inzidenzgebieten ins Gespräch gebracht: Das Kanzleramt hatte etwa Ausgangsbeschränkungen bis 5 Uhr für entsprechende Landkreise vorgeschlagen. Zurzeit liegt aber in fast 200 Landkreisen in Deutschland die Inzidenz über 100 – von den Ausgangsbeschränkungen wären also beinahe 40 Millionen Deutsche betroffen.

Betroffen wären also unter anderem große Städte wie Hamburg mit einer Inzidenz von 106, Köln, dessen Inzidenz bei 110 liegt, die Region Hannover mit einer Inzidenz von 122 oder auch Frankfurt mit einer Inzidenz von 119. Auch in Nürnberg (150) und Erfurt (112) liegen die Inzidenzen über dem Grenzwert.

Landkreise, in denen die Inzidenz derzeit besonders hoch liegt, sind der Landkreis Greiz in Thüringen mit einer Inzidenz von 548 sowie der ebenfalls thüringische Landkreis Saale-Orla-Kreis mit einer Inzidenz von 436 und der Vogtlandkreis, ein Landkreis in Sachsen, mit einer Inzidenz von 405.

Informationen zu allen anderen Landkreisen finden Sie in der Grafik.

Anzeige

Ausgangssperre ist Ländersache

Anzeige

Eine nächtliche Ausgangssperre würde in den betroffenen Landkreisen also bedeuteten, dass die Bürgerinnen und Bürger ihre Wohnungen nicht mehr verlassen dürfen – es sei denn, sie haben einen triftigen Grund. Wie eine Ausgangssperre geregelt wird, legen die jeweiligen Bundesländer unterschiedlich fest. Daher ist auch die Definition „triftiger Grund“ nicht deutschlandweit einheitlich.

In Bayerns Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 100 überschritten wird, ist zum Beispiel bereits eine Ausgangssperre von 22 Uhr bis 5 Uhr in Kraft. Ausnahmen stellen hier nur medizinische oder veterinärmedizinische Notfälle, die Ausübung beruflicher Tätigkeiten, Betreuung von Angehörigen oder zur Begleitung Sterbender möglich. Tierbesitzer dürfen außerdem ihre Wohnung verlassen, um die Tiere zu versorgen.

RND/tmo

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen