Ausbruch britischer Corona-Mutation in Krankenhaus in Tschechien

  • In einem Krankenhaus in der Nähe von Prag wurde erstmals die britische Coronavirus-Mutation nachgewiesen.
  • Rund 80 Mitarbeiter seien infiziert, jedoch nicht alle mit der britischen Variante.
  • Da kein Patient aus Großbritannien stammt, ist die Infektionskette bislang unklar.
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Slany. Die gefürchtete britische Coronavirus-Mutation breitet sich in einem Krankenhaus in Tschechien aus. Diese Virusvariante sei für die „ungewöhnlich aggressive Ausbreitung“ unter dem Personal verantwortlich, teilte der Leiter des Stadtkrankenhauses in Slany (Schlan) am Dienstag mit. Das hätten Laboruntersuchungen nachgewiesen. Die Kleinstadt liegt knapp 30 Kilometer nordwestlich von Prag.

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Kein britischer Patient im Krankenhaus

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Die Infektionskette ist noch nicht geklärt. Keiner der Patienten stamme aus Großbritannien, hieß es. Die britische Virusmutation gilt als ansteckender als der bisher verbreitete Stamm. Derzeit sind den Angaben nach 80 der 400 Klinikmitarbeiter in Quarantäne. Sie hatten sich mit dem Coronavirus infiziert - allerdings wurde nicht bei allen eine Ansteckung mit der Mutation nachgewiesen. Der Großteil des Personals hatte bereits die erste von zwei Impfstoff-Dosen erhalten, die aber allein keinen vollständigen Schutz bietet.

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Impfbereitschaft nimmt zu

Derweil zeichnet sich in Tschechien eine wachsende Impfbereitschaft ab. Eine neue Befragung der Agentur Median unter 1011 Einwohnern der Hauptstadt Prag ergab, dass sich 65 Prozent impfen lassen wollen - mehr als in früheren Umfragen. Nur 26 Prozent zeigten kein Interesse. Die übrigen neun Prozent haben sich noch nicht entschieden.

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Die Behörden meldeten landesweit 6910 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie gab es 946.946 bestätigte Infektionen und 15.618 Todesfälle. Der EU-Mitgliedstaat hat rund 10,7 Millionen Einwohner.

RND/dpa

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