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Auf Intensivstationen liegen bundesweit wieder mehr als 5000 Covid-19-Patienten

  • Erstmals seit Mitte Januar werden auf deutschen Intensivstationen wieder mehr als 5000 an Covid-19 Erkrankte behandelt.
  • Ärzte berichten, dass die Anzahl der Patienten älter als 80 Jahre durch die Impfungen gesunken sei.
  • Daten zu mutmaßlichen Veränderungen des Altersschnitts und einem Einfluss auf die Sterblichkeit lagen dem Divi-Experten Christian Karagiannidis zuletzt noch nicht vor.
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Berlin. Die Zahl der Schwerkranken mit Covid-19 auf deutschen Intensivstationen ist wieder über die Marke von 5000 gestiegen. In Kliniken bundesweit werden nun 5049 solche Fälle behandelt, 62 mehr als am Vortag, wie aus dem Tagesreport des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag mit Daten des Divi-Intensivregisters hervorgeht. So groß war die Auslastung demnach zuletzt Mitte Januar.

Der Präsident der Intensivmediziner-Vereinigung Divi, Gernot Marx, sprach in einem Statement bei Twitter von einer weiter angespannten Lage.

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Weniger Erkrankte sind älter als 80 Jahre

Der Wiederanstieg der Patientenzahl auf Intensivstationen hatte etwa Mitte März eingesetzt. Zu dem Zeitpunkt waren allerdings noch rund 2720 Covid-19-Fälle in Behandlung - annähernd so viele wie zum Höhepunkt der ersten Welle der Pandemie im Frühjahr 2020 mit gleichzeitig rund 2900 Erkrankten.

Laut Medizinern ist die Zahl der Covid-19-Patienten über 80 durch die Impfungen inzwischen gesunken. Sie berichten von zunehmend jüngeren Patienten. Daten zu mutmaßlichen Veränderungen des Altersschnitts und einem Einfluss auf die Sterblichkeit lagen dem Divi-Experten Christian Karagiannidis zuletzt noch nicht vor. Dies müsse dringend erhoben werden, „wir arbeiten ganz intensiv daran“, erklärte er.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte vor einigen Tagen bei Twitter vor dem Tod vieler Menschen zwischen 40 und 60 Jahren an Covid-19 gewarnt. „Darunter sind viele Eltern, die hohen Infektionszahlen in Schulen und Universitäten tragen mit bei.“ Hintergrund ist, dass diese Menschen zurzeit oft noch keinen Impfschutz haben. Bei sehr hohen Infektionszahlen kann das eigentlich geringe Sterberisiko jüngerer Menschen stärker ins Gewicht fallen.

RND/dpa

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