Impfkommission will Empfehlung zu Astrazeneca-Impfstoff aktualisieren

  • Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zur Verwendung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca soll noch einmal überdacht werden.
  • Das sagte der Chef der Kommission, Thomas Mertens, im ZDF.
  • Grund für die damalige Entscheidung sei eine „dünne Datenlage“ gewesen.
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Berlin. Die Ständige Impfkommission in Deutschland (Stiko) will ihre Empfehlung zum Impfstoff des Herstellers Astrazeneca überdenken. Es werde „sehr bald zu einer neuen, aktualisierten Empfehlung kommen“, sagte der Chef der Kommission, Thomas Mertens, am Freitagabend im ZDF-„heute journal“.

Die Stiko hatte – anders als die EU-Arzneimittelbehörde EMA – den Impfstoff vorerst nur für Menschen zwischen 18 und 64 Jahren empfohlen, weil Daten zur Wirkung bei Älteren fehlen. Das Vakzin trifft bei vielen Menschen auf Vorbehalte.

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„Das Ganze ist irgendwie schlecht gelaufen“, räumte Mertens ein. Er rechtfertigte aber die Stiko-Entscheidung mit einer dünnen Datenlage. „Wir hatten die Daten, die wir hatten und haben auf der Basis dieser Daten die Empfehlung gegeben. Aber wir haben nie den Impfstoff kritisiert. Wir haben nur kritisiert, dass die Datenlage für die Altersgruppe über 65 nicht gut oder nicht ausreichend war.“

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Ansonsten sei der Impfstoff „sehr gut“ und er werde „jetzt durch hinzukommende neue Daten noch besser in der Einschätzung“, betonte Mertens.

RND/dpa

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