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Möglichst nur an über 30-Jährige: Britische Impfkommission ändert Empfehlung für Astrazeneca

  • In Großbritannien hatten Bedenken gegen den an der Universität Oxford entwickelten Astrazeneca-Impfstoff bislang nur für Kopfschütteln gesorgt.
  • Doch nun hat die britische Impfkommission ihre Empfehlung für den Astrazeneca-Impfstoff geändert.
  • Für unter 30-Jährige soll es nun Alternativen zum Vakzin geben.
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London. Die britische Impfkommission hat ihre Empfehlung für den Astrazeneca-Impfstoff nach einer Überprüfung geändert. Das Präparat soll künftig möglichst nur noch über 30-jährigen Erwachsenen verabreicht werden, wie die Kommission am Mittwoch mitteilte. Grund sind Berichte über seltene Fälle von Blutgerinnseln im Zusammenhang mit einer Impfung mit dem Vakzin.

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Immunologin Falk über Astrazeneca: „Impfstoff hat in der Gruppe der Älteren seine Berechtigung“
5:32 min
Im Video-Interview spricht Immunologin Christine Falk über neue Erkenntnisse zu Astrazeneca - und wirbt für stärkeres Vertrauen in den Impfstoff bei Älteren.  © RND

„Wir raten nicht zu einem Impfstopp für jede Person in jeder Altersgruppe“, so der Chef der britischen Impfkommission auf einer Pressekonferenz am Mittwoch. Laut dem britischen Impfstoffberatungsgremium soll aber unter 30-Jährigen ab sofort eine Alternative zur Astrazeneca-Impfung angeboten werden.

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Bislang 79 Fälle gemeldet

In Großbritannien sind nach Angaben der Arzneimittelbehörde MHRA bislang 79 Fälle von seltenen Blutgerinnseln nach Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff aufgetreten. Dabei kam es zu 19 Todesfällen. Die meisten dieser Fälle betrafen junge Menschen. Ein direkter Zusammenhang mit dem Impfstoff konnte laut Impfkommission zwar noch nicht nachgewiesen worden. Aber angesichts des geringeren Risikos für jüngere Menschen an Covid-19 zu sterben, habe man diese Abwägung getroffen, hieß es.

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Ema schränkt Astrazenea-Impfungen nicht ein

In Deutschland hatten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wegen der Thrombose-Fälle, die vor allem bei jungen Frauen auftraten, beschlossen, das Präparat in der Regel nur noch Menschen ab 60 Jahren zu verabreichen. Für jüngere Menschen ist eine Impfung damit nur nach Aufklärung über die Risiken auf eigene Gefahr möglich. Auch in anderen Ländern wird der Impfstoff nur noch eingeschränkt empfohlen. In Frankreich beispielsweise wird er nur über 55-Jährigen verabreicht.

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EU-Behörde stellt sich hinter Astrazeneca Impfstoff
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Der Nutzen des Vakzins sei deutlich größer als das Risiko, so die Europäische Arzneimittelbehörde EMA.  © Reuters

Die EU-Arzneimittelbehörde Ema hatte zuvor mitgeteilt, die Anwendung des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca trotz der selten auftretenden Blutgerinnsel nicht einzuschränken. Der Nutzen des Wirkstoffes sei höher zu bewerten als die Risiken, so die Behörde.

Die Universität Oxford hatte eine klinische Studie mit dem Astrazeneca-Impfstoff an Kindern und Jugendlichen wegen der Überprüfung vorübergehend gestoppt.

RND/dpa/ame

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