Asthma: Unwetter können Anfall verursachen

Bei heftigem Sturm oder Gewitter sollte man – wenn möglich – lieber zuhause bleiben. Studien zeigen, dass dies besonders für Asthmatiker gilt. Warum – das ist bisher noch unklar. Doch Wissenschaftler haben eine Vermutung.

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Langenhagen. Gewitter und heftige Regenfälle können bei Menschen mit allergischem Asthma teils schwere Anfälle auslösen. Das erklärt die Deutsche Lungenstiftung unter Verweis auf aktuelle Studien.

Was genau die Anfälle auslöst, ist noch unklar. Wissenschaftler vermuten aber, dass der Regen Pollenkörner in der Luft aufbricht und so Allergene freisetzt, die durch Windböen weiter verstreut werden. So sinkt durch das Unwetter zwar die Zahl der Pollen – das Gewitter klärt die Luft tatsächlich. Die Zahl der Allergene steigt aber kurzzeitig stark an.

Medikamente: Immer griffbereit halten

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Menschen mit allergischem Asthma sollten deshalb bei Unwettern möglichst zu Hause bleiben und die Fenster schließen. Nach dem Gewitter warten sie am besten etwa eine halbe Stunde, bevor sie wieder vor die Tür gehen. Und natürlich sollten die nötigen Medikamente für den Notfall immer griffbereit sein.

Asthma gibt es in zwei verschiedenen Formen: dem allergischen und dem nicht-allergischen Asthma, welches häufig durch Infekte ausgelöst wird, informiert der Deutsche Allergie- und Asthmabunde. V. (DAAB). Asthma kann sogar durch emotionale Belastungen negativ beeinflusst werden. Die Krankheit ist bei Kindern sehr verbreitet – etwa jedes zehnte Kind ist in Deutschland davon betroffen, informiert der DAAB.

Asthmaschulungen für Eltern und Kind

Speziell für Kinder werden mittlerweile von vielen Krankenkassen sogenannte Disease-Management-Programme angeboten, die auf chronisch-kranke Menschen angepasst sind und das Leben mit der Krankheit erleichtern sollen. Der DAAB weist darauf hin, dass Eltern sich nach Asthmaschulungen erkundigen sollten, denn gerade den Erziehungsberechtigten falle es teilweise schwer, bei einem Anfall der Kinder ruhig zu bleiben.

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Von RND/dpa/hb