Afghanistan erhält mehr als 1,4 Millionen Corona-Impfstoff­dosen aus den USA

  • Die USA liefern mehr als 1,4 Millionen Impfstoff­dosen an Afghanistan.
  • Das Mittel von Johnson & Johnson soll bereits am Freitag in Afghanistan eintreffen.
  • Noch in diesem Monat ist eine weitere Lieferung mit mehr als 1,5 Millionen Impfstoff­dosen geplant.
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Kabul. Afghanistan bekommt mehr als 1,4 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson. Das Kinderhilfswerk Unicef teilte mit, die Lieferung werde noch am Freitag erwartet. Der Impfstoff ist eine Spende der Vereinigten Staaten und wird über das von den UN unterstützte Covax-Programm ausgeliefert. Für den Juli ist noch eine weitere Lieferung geplant, so dass dann insgesamt 3,3 Millionen Dosen zur Verfügung stehen.

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Zahlreiche Corona-Neuinfektionen in Afghanistan

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„Diese Impfstoffe kommen zu einem kritischen Zeitpunkt für Afghanistan, da das Land mit einem schwierigen Anstieg der Covid-19-Infektionen konfrontiert ist“, erklärte Hervé Ludovic De Lys, der Unicef-Vertreter in Afghanistan. Die Spende sei sehr willkommen, aber es müsse noch viel mehr getan werden. „Ich hoffe, dass andere Regierungen ihre Dosen, Vorräte und Therapeutika zur Verfügung stellen werden, um die Bedürftigsten zu schützen“.

Covax hatte noch am Donnerstag gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) kritisiert, dass dringend zusätzlicher Impfstoff benötigt werde. Auch Unicef hatte dem RND Anfang der Woche gesagt, dass ein schnelleres Impftempo dringend nötig sei.

Bis zum 8. Juli meldete Afghanistan insgesamt gut 131.000 Infektionen mit dem Coronavirus und 5561 Todesfälle. Seit Beginn der dritten Welle im Juni betrug die durchschnittliche Zahl der täglichen Neuinfektionen mehr als 2000. Die afghanische Regierung hat Universitäten und Schulen geschlossen.

RND/AP

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