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7,8 Milliarden Euro bei Impfgipfel – Zielmarke um mehr als eine Milliarde übertroffen

  • Aktuell findet eine Online-Geberkonferenz der globalen Impfallianz Gavi mit Staats- und Regierungschefs aus aller Welt statt.
  • Bis zum Gipfelende soll die stolze Summe von 6,6 Milliarden Euro für Impfprogramme zusammenkommen.
  • Deutschland sagte bereits 600 Millionen Euro zu, die EU-Kommission 300 Millionen und Großbritannien rund 1,85 Milliarden Euro.
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London. Der britische Premierminister Boris Johnson hat Staats- und Regierungschefs aus aller Welt bei einem Online-Impfgipfel zu einem gemeinsamen Vorgehen gegen lebensbedrohliche Krankheiten aufgerufen. Er hoffe, dass der virtuelle Gipfel ein echter Moment sein werde, an dem sich die Menschheit im Kampf gegen Krankheiten zusammenschließe, sagte Johnson am Donnerstag zum Auftakt der online übertragenen globalen Geberkonferenz der Impfstoff-Allianz Gavi.

Johnson appellierte an die Teilnehmer, sich Großbritannien anzuschließen, „um diese lebensrettende Allianz zu stärken und eine neue Ära der globalen Gesundheitszusammenarbeit einzuleiten". Es handele sich aus seiner Sicht um „das wichtigste gemeinsame Unterfangen unseres Lebens”.

Bei dem Gipfel sollten Vertreter von mehr als 50 Ländern sowie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Milliardär Bill Gates dabei sein. Insgesamt sollten Zusagen über umgerechnet rund 6,6 Milliarden Euro für Impfprogramme eingesammelt werden. Diese Zielmarke konnte jedoch sogar übertroffen werden: Umgerechnet rund 7,8 Milliarden Euro sind zugesagt worden.

Gastgeber Großbritannien ist nach Angaben Johnsons mit einer Zusage von 1,65 Milliarden Pfund (rund 1,85 Milliarden Euro) größter Gavi-Geldgeber. Von der Leyen will 300 Millionen Euro der EU-Kommission für die kommenden fünf Jahre beisteuern und Deutschland stellt 600 Millionen Euro bereit. Den gleichen Betrag sicherte Kanzlerin Angela Merkel der Impf-Allianz auch schon im Januar in Davos zu.

Impfstoffe als globale Verpflichtung

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Die Gavi-Vorstandsvorsitzende Ngozi Okonjo-Iweala sagte, die Corona-Krise habe gezeigt, welch entscheidende Rolle Impfstoffe im Kampf gegen Krankheiten spielten - sowohl beim Schutz von Leben als auch bei dem von Existenzen und der Wirtschaft. Das Impfen solle als gemeinschaftliche globale Aufgabe verstanden werden. Die Coronavirus-Pandemie habe letztlich offenbart, dass eine Welt ohne Impfstoffe lediglich einem „Kartenhaus" gleiche.

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Es gebe eine wichtige Lektion zu lernen, sagte UN-Generalsekretär António Guterres: „Ein Impfstoff an sich ist nicht genug. Wir brauchen globale Solidarität, um sicherzustellen, dass jede Person überall Zugang dazu hat." Ein Corona-Impfmittel solle deshalb als ein gemeinsames internationales Gut verstanden werden. „Krankheiten kennen keine Grenzen.”

Impfkampagnen für Kinder sollen finanziert werden

Mithilfe des Geldes sollen bis 2025 weitere 300 Millionen Kinder in den ärmsten Ländern der Welt gegen Krankheiten wie Polio, Typhus und Masern geimpft werden. Bei der Konferenz sollte es aber auch um die Frage gehen, wie ein künftiger Impfstoff gegen das Coronavirus für Menschen auf der ganzen Welt zugänglich gemacht werden kann.

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Angesichts der Suche nach einem Corona-Impfstoff sagte Johnson, Länder, Pharmaunternehmen und internationale Partner wie die Weltgesundheitsorganisation WHO müssten dabei in einem noch nie da gewesenen Maße miteinander kooperieren. Man müsse Gavi dazu nutzen, künftige Impfstoffe für alle Menschen auf der Welt bezahlbar und verfügbar zu machen.

Die in Genf ansässige Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierung (Gavi) war im Jahr 2000 gegründet worden und hat seitdem dabei geholfen, mehr als 760 Millionen Kinder in den ärmsten Ländern der Erde zu impfen. Ziel des Bündnisses aus öffentlichen und privaten Geldgebern ist es, mehr Kinder zu impfen und so vor lebensbedrohlichen Krankheiten zu schützen.

RND/dpa

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