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  • 300.000 Corona-Fälle in Russland: Platz zwei hinter den USA bei der Gesamtanzahl an gemeldeten Infektionen

Russland verzeichnet über 300.000 Corona-Infizierte

  • Russland zählt inzwischen 300.000 Corona-Infizierte.
  • Bislang sind dort laut offiziellen Meldezahlen 2972 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Virus gestorben.
  • Es gibt in Russland keine Kontaktverbote, weitere Beschränkungen wurden in vielen Teilen gelockert.
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Moskau. Russland hat bei der Zahl der registrierten Corona-Infizierten die Marke von 300.000 überschritten. Am Mittwoch kamen innerhalb von 24 Stunden mehr als 8700 neue Fälle hinzu, wie die Behörden in Moskau mitteilten. Das sei der niedrigste Wert seit Anfang Mai. 2972 Menschen starben demnach an den Folgen einer Infektion mit dem Virus. Mit 135 Todesfällen pro Tag habe es nun einen neuen Höchststand gegeben.

Moskau ist am stärksten betroffen

Nach Erhebungen der US-Universität Johns Hopkins liegt das flächenmäßig größte Land der Erde bei der Gesamtzahl der gemeldeten Infektionen auf Platz zwei hinter den USA. Insgesamt haben sich in Russland rund 308.700 Menschen angesteckt. Am schwersten betroffen ist die Hauptstadt Moskau. Auf Europas größte Metropole entfällt gut die Hälfte aller Corona-Infektionen in dem Land. Nach Angaben von Bürgermeister Sergej Sobjanin werden derzeit etwa 18.000 schwer kranke Menschen in Kliniken behandelt. Eine “humanitäre Katastrophe” habe es aber nicht gegeben.

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Kein Kontaktverbot in Russland

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Der Staatsagentur Tass zufolge liegen derzeit landesweit 99.000 Menschen, die an Corona erkrankt sind, in Krankenhäusern. Davon seien 2100 Patienten an Beatmungsmaschinen angeschlossen. Vor allem in Moskau gelten nach wie vor strenge Ausgangssperren. Im Gegensatz zu Deutschland gibt es aber keinerlei Kontaktverbote. In vielen Landesteilen wurden die Beschränkungen mittlerweile wieder gelockert. Das sei in Moskau erst dann möglich, wenn die Zahl neuer Fälle deutlich zurückgehe, sagte Sobjanin. “Wir müssen verstehen, dass dieses Problem nicht so schnell gelöst werden kann.”

Statistik aus Russland zeigt womöglich nicht alle Todesfälle

Menschen über 65 Jahre und mit Vorerkrankungen müssen landesweit weiterhin zu Hause bleiben – das schon seit Ende März. Experten sehen unter anderem darin einen Grund, weshalb die Zahl der Toten in Russland vergleichsweise niedrig ist. Zuletzt gab es Berichte ausländischer Medien, dass viele Corona-Todesfälle nicht in der Statistik auftauchten. Die Behörden dementierte das vehement. Immer wieder sind auch Großbaustellen und größere Unternehmen von massenhaften Erkrankungen betroffen. Jüngstes Beispiel ist eine Goldmine bei Krasnojarsk in Sibirien. Dort haben sich den Behörden zufolge mehr als 800 Mitarbeiter mit Sars-CoV-2 infiziert. Um eine weitere Ausbreitung einzudämmen, ist dort das Militär im Einsatz.

RND/dpa

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