Was sind eigentlich Dividenden?

  • Aktien kaufen, verkaufen, Gewinne einstreichen – das ist nur ein Weg, auf dem Anleger an der Börse Geld machen können.
  • Doch auch Dividenden können Anlegern eine üppige Rendite bescheren.
  • Wie genau das funktioniert und worauf Aktionäre achten sollten, erklären wir hier.
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Das Dividendenranking ist erschienen – und mit einigen Unternehmensanteilen konnten Anleger im vergangenen Jahr ganz ohne Verkäufe ordentliche Renditen erwirtschaften. Eine Übersicht über die wichtigsten Aspekte.

Was ist eine Dividende?

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Eine Dividende ist eine Gewinnausschüttung an Aktionäre – diese bekommen also einen Teil des Gewinns, weil sie Anteile an einem Unternehmen halten. Über die Höhe der Dividende entscheidet die Hauptversammlung aller Anteilseigner mit einfacher Mehrheit, meist erfolgt die Ausschüttung im Anschluss.

Wie groß sind Dividenden?

Die Höhe variiert je nach Situation des Unternehmens und Beschluss auf der Hauptversammlung, eine Faustregel gibt es nicht. Auch gibt es Unternehmen, die aus strategischen Gründen keine Dividenden auszahlen – etwa, weil es für sie gerade wichtiger ist, angefallene Gewinne zu reinvestieren.

Was ist die Dividendenrendite?

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Die Dividendenrendite ist die wichtigste Kennzahl zur Bewertung von Dividenden. Rechnerisch ergibt sie sich aus der Dividende je Aktie geteilt durch den Aktienkurs, anschließend wird das Ergebnis mit 100 multipliziert.

Die Schnellvielgeld AG will 50 Cent Dividende je Aktie auszahlen, der Kurs steht bei 10 Euro. Die Dividendenrendite liegt bei 5 Prozent.

Beispiel der Verbraucherzentralen
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Die im Beispiel genannten 5 Prozent Dividendenrendite wären allerdings ziemlich groß: Apple, bei Aktionären wegen hoher Dividenden geschätzt, lag 2019 bei 1,48 Prozent. Zudem ist wichtig: Die Dividendenrendite eignet sich nur zur Bewertung der Dividendenrendite in einem Jahr – über Zukunftserwartungen etwa sagt die Kennzahl schlicht nichts aus.

Sind Dividenden immer Barzahlungen?

Nein. Zwar sind Bardividenden die übliche Form, theoretisch können Unternehmen aber auch auf sogenannte Stockdividenden setzen. “Stock” ist das englische Wort für Aktie und im Kern geht es genau darum: Statt einer Überweisung der Dividende bekommen Aktionäre dann weitere Aktien im Wert der Dividende.

Wie profitiere ich von Dividenden?

Wer selber Aktien von Unternehmen besitzt, bekommt die Dividende automatisch ausgeschüttet – sofern er am Tag der Hauptversammlung die entsprechende Aktie in seinem Wertpapierdepot hatte oder in das Aktionärsverzeichnis eingetragen war. Bei deutschen Unternehmen ist eine jährliche Ausschüttung üblich, in den USA eher eine quartalsbezogene.

Lohnt es sich, kurz vor dem Dividendenstichtag Aktien zu kaufen?

Eher nicht. Kurz vor der Ausschüttung werden Aktien ohne Dividende (“Ex-Dividende”) gehandelt. Die Aktien sind dann zwar billiger, aber ein Anspruch auf die Gewinnausschüttung besteht nicht. Auf solche vermeintlichen Kursverluste zu spekulieren, ist aus Sicht von Verbraucherschützern ebenfalls keine gute Idee – die Anbieter der entsprechenden Spekulationsinstrumente haben solche Kursverluste schlicht schon eingepreist.

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