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Warmer Lichterglanz statt kalte Dunkelheit

Lichterglanz und Lebensfreude auf dem traditionellen Rosenheimer Christkindlmarkt.

Lichterglanz und Lebensfreude auf dem traditionellen Rosenheimer Christkindlmarkt.

Liebe Leserinnen und Leser,

vor einigen Wochen habe ich mir auf einem gelben Klebezettel eine Notiz für ein Thema gemacht: Weihnachten in der Energiekrise – wie macht man es sich trotzdem schön? stand darauf. Damals hatten zahlreiche Städte angekündigt, ihre Weihnachtsbeleuchtung zu drosseln. Alle Menschen waren aufgefordert, Energie zu sparen. Und Weihnachten schickte sich an, weniger bunt, leuchtend und glitzernd als sonst zu werden. Doch als ich vergangenes Wochenende auf dem Weihnachtsmarkt in meiner Stadt war, war davon wenig zu spüren. Im Gegenteil: Nach zwei Corona-Weihnachten scheint die festliche Stimmung endlich wieder zurück zu sein. Die Notiz auf meinem Zettel – also völlig unnötig?

Die Aufforderung, sparsam zu heizen, gilt jedenfalls noch. Er werde nicht müde zu warnen und zu bitten, sagte der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, kürzlich in einem Interview. Ein oder zwei Wochen Kälte machten ihm noch nicht wirklich Sorgen. Man dürfe aber nicht leichtfertig werden. Wenn alle die Heizungen in allen Räumen hochdrehten, werde sehr viel Gas verbraucht. Und dann, so die Befürchtung, könnte am Ende des Winters zu wenig Gas für die Industrie da sein.

Doch in den kommenden Tagen soll es weiter mächtig kalt bleiben. Da lohnt es sich, noch einmal einen genauen Blick auf Fenster und Türen zu werfen. Tipps, wie Sie die Wärme in der Wohnung halten, finden Sie hier. Dabei ist es ganz besonders wichtig, Zugluft zu verhindern. Hinweise, was gegen Zugluft hilft, finden Sie in der Rubrik „Tipp der Woche“.

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Ihre Anna Schughart

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Tipp der Woche

Sind Fenster und Türen nicht richtig dicht, kann Wärme im Winter leicht entweichen. Das kann nicht nur für unangenehme Zugluft sorgen, sondern auch dazu führen, dass ein Raum trotz laufender Heizung nicht richtig warm wird. RND-Autorin Melina Runde hat Tipps gesammelt, wie Sie dafür sorgen, dass Fenster und Türen richtig abgedichtet sind:

Zugluftstopper kann man auf verschiedene einfache Arten selbst herstellen.

Zugluftstopper kann man auf verschiedene einfache Arten selbst herstellen.

Undichte Stellen finden: Dazu kann man ein Blatt Papier zu Hilfe nehmen. Das wird zwischen dem Rahmen und dem Fensterflügel beziehungsweise der Tür eingeklemmt. Lässt sich das Papier dann nicht herausziehen, ist das Fenster oder die Tür dicht. Am besten probiert man das an mehreren Stellen aus.

Türen abdichten: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Türen abzudichten. An den Seiten kann man Dichtungsbänder anbringen. Zieht die Luft allerdings von unten durch den Türschlitz, kann eine sogenannte Bürstendichtung helfen. „Sie wird unten auf der Innenseite an die Tür geklebt oder sogar geschraubt – je nachdem, was Sie als Mieter dürfen – und verhindert den Durchzug“, erklärt Christian Handwerk von der Verbraucherzentrale NRW. „Eine ganz ähnliche Funktion übernimmt die sogenannte Schwellendichtung“, sagt Handwerk. Die Schwellendichtung ist ein abgerundeter Keil, der auf dem Boden befestigt wird. Alternativ können Sie auch einen Zugluftstopper verwenden. Der lässt sich auch ganz einfach selbst basteln.

Fenster abdichten: Wie bei der Tür hilft auch beim Fenster ein Abdichtband. Das ist ohnehin bereits an vielen Fenstern angebracht – kann bei Bedarf aber auch erneuert werden. Eine weniger bekannte Möglichkeit ist die Wärmeschutzfolie. „Die klebt man innen vollflächig auf die Verglasung. Dadurch verwandelt man sein Isolierglasfenster in ein Wärmeschutzglas“, sagt Handwerk. Wer unsicher ist, ob er oder sie bereits ein Wärmeschutzglas hat, kann den sogenannten Feuerzeugtest durchführen. Einen großen Effekt hat aber auch schon ein guter und richtig angebrachter Vorhang. „Man mag es nicht glauben, aber bereits ein dünner und lichttransparenter Vorhang kann ein älteres Fenster, das Anfang der 90er oder vorher eingebaut wurde, energetisch schon um bis zu 30 Prozent verbessern“, sagt Handwerk.

 

Zahlen, bitte!

Wer Kinder hat, weiß: Ein Leben ohne Nudeln ist möglich, aber beschwerlich. Pasta soll laut der offiziellen Statistik im Zuge der Inflation um 33 Prozent teurer geworden sein. Doch RND-Recherchen zeigen Preissteigerungen von bis zu 102 Prozent. Ausgerechnet günstige Nudeln sind am stärksten von der Teuerung betroffen. Wie RND-Autor Christoph Höland berichtet, erhöhte sich bei Nudeleigenmarken etwa von ja!, gut&günstig oder k-classic der Durchschnittspreis auf 99 statt 49 Cent zwischen Oktober 2021 und Oktober 2022.

 

Gut zu wissen

 

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Die gute Nachricht

Die Inflation verliert an Tempo. Der Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland hat sich im November etwas verlangsamt. Die Inflationsrate war mit 10 Prozent aber weiter zweistellig. Allerdings: Volkswirtinnen und Volkswirte sehen in der Abschwächung im November noch keinen Grund zur Entwarnung. Viele Ökonominnen und Ökonomen rechnen erst im Frühjahr mit einem deutlicheren Rückgang der Teuerung.

 

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